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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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ruhigen Gange erhalten, worein sie Adolph eingewiesen hatte.Unter dem Churfürsten Friedrich von Wied (456268) erhobenin der Stadt Köln die heimlichen Protestanten kühn ihr Haupt.Bis dahin hatten sich daselbst die Lutherischen und die verfolgte»Nesormirten, welche sich in Köln niedergelassen hatten, ruhigverhalten; man wußte kaum, daß Luther noch Anhänger in dieserStadt zähle. Gegen die srcmden Neformirten, welche sich dortansiedelten, erließ der Rath 1555 und 59 wiederholte Mandate,welche ihnen allen weiteren Aufenthalt untersagten. Die Com»munion unter beiden Gestalten war das Erste, was sie in dro-henden Ausdrücken von den einzelnen Stadtpfarrern verlangten.Nach der Erfüllung dieses Begehrens hofften sie zu immer aus-gedehnteren Concessionen zu gelangen. Sie vertrauten bei die-sem Streben auf die ihnen günstigen Gesinnungen des Churfür-sten selbst, wie eines der beiden Bürgermeister, des Herrn vonLpskirchen. Vom Churfürsten wußten sie, daß er in Betreff dcSLaienkelches, der Priestcrehe und mancher andern kirchlichen Ein-richtungen ganz protestantische Ansichten hegte und sich mehr undlieber mit der Lektüre protestantischer, als katholischer Schriftenbefaßte. Ben ähnlicher Gesinnung war Lpskirchen; vertrautenUmgang pflegte er nur mit protestantischen Männern, und son-der Zweifel würde er öffentlich zur protestantischen Lehre überge-treten sein, wenn ihn hievon nicht die Liebe zu seiner achtkatholisch gesinnten Frau zurückgehalten hätte. Im Senate warer es allein, der den Protestanten das Wort redete und für ihreAufnahme in den Senat thätig war. Zu ihm hatten die Pro-testanten das Vertrauen, daß durch sein Bemühen und seinenEinfluß der Nathscid aufgehoben würde, wodurch )cder neueNathsherr der rechten, alten, wahren, apostolischen, katholischenReligion zuschwören mußte; sie Hoffren durch ihn zu erlangen, daßdem neuen Bekenntnisse öffentliche Ucbung zugestanden würdeund daß eine oder mehrere Kirchen in ihren Gebrauch und Be-sitz käme». Solchen Bestrebungen entgegen traten die Jesuiten,für die alleinige Geltung des katholischen Bekenntnisses mit Muth