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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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ge» dieser Synode erlebte er die Freude, daß bald wieder diealte Religion in dem ganzen Erzstifte eingeführt wurde, derClerus einen andern Geist annahm und der alte katholische Ri-tus wieder in allen Kirchen Eingang fand. Strenge war seinAugenmerk auf die Reformation des Clerus gerichtet. In einemMandat, datirt aus Brühl den l. September 1548, befiehlt er,daß alle und jede in heiligen Weihen Stehende, Priester,Diakon? und Subdiakone feden Ranges und Standes, bei denenKonkubinen oder eines geschlechtlichen Umganges verdächtigeFrauenspersonen wohnen, solche Personen aus ihren Wohnungenwie Pfarreien innerhalb neun Tagen wegschaffen sollen, widri-genfalls sie in Suspension von Offizium und Bcnefizium ver-fallen würden. Die nach diesen Tagen noch dortselbst gefun-denen verdächtigen Personen sollten in Exkommunikation verfallen,und Alle, denen es zustehe, diese Strafe zu crequiren, dürftensich hierin bei Vermeidung kanonischer Strafen nicht lässig be-währen,"') Auch an der allgemeinen Reformation der Kirchebelhciiigte er sich: er kam am Ii). Oktober 1551 mit den beidenTheologen Groppcr und Billick nach Tricnt und wohnte derdreizehnten Sitzung des Eoncils bei. Als das Coneil wegender Kriegsunruhen von Tricnt verlegt wurde, und Adolph zu-gleich Kunde erhielt, daß der Markgraf Albert von Bayreuthmit starker Heeresmacht in's Erzstift Köln eingedrungen war,um den in diesem Gebiete zerstreuten heimlichen Protestantenwieder aufzuhelfen, so kehrte der Churfürst im Februar 1552nach Köln zurück, vereitelte unter kräftiger Beihülfe der Statt-haltcrin der Niederlande, Maria, Karl's V. Schwester, Albert'sPlane, und bot Alles auf, um auch jeden Rest der neuen Lehrein seiner Diözese zu vertilgen. Bei seinem Tode, den 20. Sept,1558, hinterließ er den Ruhm, das wieder aufgebaut zu haben,was sein Vorgänger niedergerissen. Seine Nachfolger, AntonGraf von Schaumburg und Johann Gebhard Graf von ManS-feld, konnten ohne Mühe die kirchlichen Verhältnisse in dem

I) II,ii'zN>e'i»i, conc, Iteriu., toni, V, p, :153,