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Schuldienern die Weisung, die Stadt zu verlassen. Die Willibrords- und Antoniuskirche wuroe dem katholischen Gottesdienstewiedergegeben. Ein Clerikcr aus dem Gefolge des Coriolanübernahm den Unterricht der Jugend. Als aber die Spanierim Frühjahre die Stadt verließen, suchten die Protestanten dieSache wieder auf den alten Fuß zu setzen. Jutriguen, Schmä-hungen und Gewalt boten sie auf, um die Katholiken an der Uebungihres Gottesdienstes zu hindern. Aber noch immer waren gegen2000 Einwohner, die, treu an ihrem katholischen Glauben hän-gend, allem diesem widerstanden. Dauernd war jedoch ihreStandhaftigkeit der Wuth ihrer Gegner nicht gewachsen; immermehre fielen ab, und endlich sah sich auch Cariolan genötbigt,den Geistlichen die Weisung zu geben, Wesel zu verlassen undbessere Zeiten abzuwarten.
In Emmerich machte die Reformation auch ziemliche Fort-schritte, und schon im Jahre 1572 finden wir daselbst einen re-formirten Prediger, Theodor Dunk aus Venlo. Der Rektordes Gymnasiums, CanonicuS Bernard Louwermann, bemerktehievon schon den nachtheiligen Einfluß auf die Gymnasialjugend,und im Hinblick hierauf wünschte er, daß der Unterricht der Ju-gend den Jesuiten anvertraut würde, Männern, „deren Lebens,aufgäbe die Bekämpfung des Protestantismus wäre." Mit Be-willigung des clcvischen HofeS kamen die Väter Hasius und Gott-fried Borkius nach Emmerich. Im Juli 15S2 wurde ihnen einherzogliches Diplom ausgestellt, wodurch sie auf die Einkünfteeines Canonicates angewiesen wurden. Als sie den Unterrichtförmlich eröffnen wollten, erschienen Moriz von Oranien undGraf Hollach mit zahlreichen Kriegsmannschafren vor der Stadtund verlangten strenge die Vertreibung der Jesuiten; wenn ihremBegehren nicht Folge geleistet würde, würden sie die Stadt inBrand schießen. Durch den Schutz des clcvischen MarschallsJohann Horst war cö den Jesuiten möglich, sich in Emmerichzu halten und kräftig an der Lösung ihrer Aufgabe zu arbeiten.Durch den Einfluß einiger spanisch gesinnten Hosleute am clevu
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