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Drangsale des spanisch-niederländischen Krieges über diese Ge-gend bineinbrachcn. Der Admiral Don FranzcSko de Mendozabatte 1579 zum Zwecke eines Einfalles in die Niederlande Bü-derich, Dinslacken, Wesel, Rees, Emmerich und Calkar besetzt.Die katholischen Spanier waren gewobnt, alle ib>e kirchlichenGegner auch als politische Feinde anzusehen; darum ihre großeIntoleranz gegen Andersgläubige und ibr fanatisches Streben,an den Stellen, wo sie Fuß gefaßt, das protestantische Bekenntnis?gänzlich auszurotten und der katholischen Religion alleinige Gel-tung zu verschaffen. Mendoza versuchte es auch, Wesel wiederder alten Kirche zuzuführen.') In einem Schreiben von Reesaus, den 8. Dezember 1598, bezeichnet er als Zweck seines Zu-ges die Verthcidigung und Wiedereinführung der kath. Religion;er bittet darin die Einwohner von Wesel, wieder in die Fuß-tapfen ihrer Voreltern einzutreten und zur heiligen Mutter derrömisch katholischen Kirche zurückzukehren; wenn sie allen Unflatbder calvinischen Secte aus ihrer Stadt ausfegen wollten, dannwürden sie von dem spanischen Hcereszug nur Gunst und Be-förderung zu erwarten haben und bei Gott, beim Papste undbei der spanischen Majestät würden sie große Ehre und Vergün-stigung erlangen.-) Er ließ sich auch mit dem Herzoge vonCleve über die Wiedereinführung des Katholizismus in Unter-handlung ein; er erinnerte ihn an die Verträge mit den bur-gundischen Fürsten und namentlich an das Wort, was er Karl V.gegeben. Um zur Verwirklichung dieser Absicht thätlich mitzu-wirken, wurde der päpstliche Legat Coriolanus eingeladen. Die-sem wurden der Jesuit Peter Bussel und einige clevischen Nätheals Gehülfcn beigegeben. Anfangs 1599 zogen sie in Wesel einund fanden gastliche Aufnahme bei einem reichen frühern Jesuiten-zöglinge. Die Einwohner von Wesel bezeigten sich, aus Furchtvor der spanischen Bekehrungsmethode, willig, die kath. Religio»wieder anzunehmen, und gaben den reformirtcn Prädikantcn und
1) lieillt'iwerA, I. XI.
2) v. Meieren, B. 21.