Sic lösten den Pfarrverband, konstituirten sich als eine eigne re-formirte Pfarre, nahmen als Pfarreinkiinfte die Rcvcnnen derbeiden Vikaricn zur h. Jungfrau Maria und zur h. Katbarinaund nahmen unter Star's Nachfolger, Johann von Eil, dieKirchenordnung des Grafen völlig an. Wie Kapellen, gehörteauch zu Neukirchcn die Nilarie zum h. Antonius in Vluyn. Derdortige Vikar hielt sich so lange zur katholischen Lehre wie seinePfarrkirche; als diese aber mit gutem Beispiele voranging, fingauch der Vikar in Vluyn, Wilhelm Dricßen von Kaldenhausen,an, die neue Lehre zu verkünden. In Niederbudberg und Hom-berg brachte auch der Graf die Reformation bald zu Stande.Es gelang ihm 1568 in Budberg, den Eusebius Neomagus, einenehemaligen Carmelitermönch aus dem Kloster zu Mörs, als rc-formirtcn Pfarrer anzustellen; 1571 gelang es ihm auch, Hom-berg für die Reform zu gewinnen, und nun setzte er hierbinden Eusebius, an dessen Stelle in Budberg als Prediger Wil-helm Falk aus Orsoy kam. Nach des Eusebius Tode kam nachHomberg Friedrich Scheufeld. In Barl, wo an der Pfarrkirchezur h. Lucia der Herzog von Cleve das Patronat hatte, warletzter katholischer Pfarrer Heinrich Hnisch. Seine Stelle nahm1561 als reformirtcr Prediger Bernhard Schcrer ein, und dieVikaric, wovon gleicherweise der Herzog, oder nach einem an-dern Kataloge die Erben Hüls das Patronat hatten, erhielt eingewisser Wilhelm Tonsor. Nach ihnen stand daselbst allein Jo-hann Neomagus. Dieser bediente auch die Pfarre Repelen,nachdem Hierselbst der letzte katholische und erst reformirte Pfar-rer, Arend Stöer, gestorben war (1601). Zur Pfarrei Repe-len gehörte vor der Reformation noch die Kapelle zum h. Jo-bann Evangelist in Hörstgen, wovon der Herr in Frohnenbrückdas Patronat hatte. Frohnenbrück gehörte den Herren vonMylendonk. Goddert von Mylendonk benutzte sein Recht, umeinen reformirtcn Prediger, wahrscheinlich in der Person desSiegbert Love, in Hörstgen anzustellen.') Graf Hermann von
I) Birg, S. 181. ff. classis conventuz rVcs-N. 127N.