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antwortung dieses, von dar stellen, damit das einfältiglichc Nollnicht zweierlei gelehrt und in irrige Wege geführt werde. Gleich-wohl soll euch an eurem Rechte und der Collation (falls einerUnserer Religion gemäß darhin gcstellet) kein Abbruch geschehen".')Aber auf solchem gütlichen Wege konnte er einstweilen seinenZweck nicht erreichen, und Gewalt wollte er noch nicht anwen-den. Darum mußte er es dulden, daß der katholische GeistlicheJohann ter Gatcn die Pfarre behielt. Dieser ter Gatcn suchteseinen reformirten Kaplan zu verdrängen, und als dies ohneGewalt nicht hergehen wollte, regte er in der Stadt einen Auf-ruhr gegen ihn und seine Anhänger an. Sein Ziel verfehlte eraber. Dieses Vergehen gab dem Grafen Anlaß genug zu ge-waltsamen Gegenmaßrcgeln und den Pfarrer seiner Stelle zuentsetzen. Die Verwaltung der Pfarre scheint er einstweilen demauf dem in Crefeld liegenden Schlosse Krakau angestellten Pre-diger Lambert Leopoldus übertragen zu haben, bis als wirklicherreformirter Pfarrer Conrad Vclthusen von Odenkirchen nachKrefeld berufen wurde. In Neukirchen versuchte es Hermannauf Grund seines Patronatrechtes einen protestantisch gesinntenPfarrer anzustellen und seine Kirchenordnung einzuführen. Aberdie Gemeinde wollte nichts von der neuen Ordnung wissen, undder vom Grafen gesetzte Reformator Hermann fand wenigerGehör, als der Abt von Werden. Erst 158V gelang es demHerzoge, die Gemcindc geneigt zu machen und sie zur Anerken-nung des reformirten Predigers Matthäus Sartorius und zurAnnabmc seiner neuen Lehren und Gebräuche zu bringen. ZuNeukirchcn gehörte als Nebcnkirche die Kapelle zu Kapellen. DieEingesessenen dieses Ortes folgten besser den Zusprächen desGrafen, und sie nahmen bereitwillig 1561 den reformirten Pre-diger Bartholomäus ter Aar auf, zur Zeit, da die Pfarrge-mcinde sich noch gegen die Neuerung sträubte. Als sie sich alsoin Lehre und Glauben von der Pfarrkirche getrennt hatten,wollten sie auch die Pfarrrcchte nicht weiter mehr anerkennen.
I) Berg, S. I8<1.