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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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wachsenden Generation breite Grundlage gelegt werden. Wasdie Lehrer selbst dachten, wollten sie auch in die Gemüther derihnen anvertrauten Jugend einpflanzen. Ihr ganzes Unterrichts-system mußte einen mehr oder weniger religiösen und polemischenCharakter annehmen. Auf diesem Wege kam es leicht und schnell,daß der Jugend Mißtrauen gegen den ganzen katholischen Lehr-begriff und seine Verkünder und stille Sehnsucht nach dem neuenLichte beigebracht wurde. Manche Begünstiger der neuen Lehresahen wohl gut ein, daß es nicht leicht ein besseres und wirk-sameres Mittel geben könne, die neue Lehre zu verbreiten, alswenn sich die Anhänger der neuen Richtung der Schulen unddes Jugendunterrichtes bemächtigten. Aber es war keine geringeSchwierigkeit, dieses in unserer Gegend in dem Umfange zu be-werkstelligen, wie es für einen so gänzlichen Umschwung im gan-zen Unterrichtswesen nothig gewesen wäre. Es waren der Ele-mente zu viele, welche den Protestantismus an einer Anreißungdes ganzen Unterrichtes hinderten. Wie wenig Hoffnung aufVerbreitung oder auch nur Duldung der neuen Lehre die Mutterder Wissenschaft am Rheine, die Universität zu Köln, bot, hatuns der früher schon beschriebene Standpunkt dieser Anstalt demneuen Religionöwesen gegenüber gezeigt; und wie schwierig eswar, ein anderes derartiges Institut, eine andere Akademie ne-ben der kölner, in's Leben zu rufen, hat der Herzog Wilhelmerfahren. Die allgemeine wissenschaftliche Richtung, wie sie sichvon Köln aus durch die ganze Gegend verbreitete, konnte nurder neuen Lehre widerstrebend sein. Das ganze übrige Unter-richtswescn, von den Gymnasien und Rektoratschulen bis zurKinderschule hinab, lag meistentheils in den Händen des Clcrus,und meist nur aus kirchlichen Fonds wurden die mit dem Un-terricht verbundenen Kosten bestritten. Ausnahmen waren selten.In unsrer Gegend gab es keine Fürsten und Reichsstände, welcheGewissenlosigkeit, Macht und Eifer für die neue Sache genuggehabt hätten, um ohne alles Recht das Gut der Kirche seinemHauptzwecke, der Bestreitung der Unkosten für den Gottesdienst,