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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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185
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zu verweisen.') Mit solchen Verfügungen in direktem Wider-spruche konnte er zu derselben Zeit, von andern protestantischgesinnten Rathen, namentlich vom Hofprcdiger Heinrich Humel,bestimmt, Anordnungen treffen, die ihn alseinen erklärten Feindder katholischen Kirche erscheinen lassen mußten. Seinem Be-fehle zur Ausweisung der aufgenommenen Flüchtlinge in Weselwollte er keinen äußern Nachdruck geben; die Messe wollte eran seinem Hofe nicht mehr dulden und verbot ihre Feier vorihm in seiner Schloßkirche; dem Rektor in Emmerich, MathiasBreidenbach, verbot er, etwas gegen die augsburger Eonfesstonzu thun; dem Peter Canisius, der von ihm die Wiederherstellungder alten Religion verlangte, ließ er antworten in einem Sinne,der wenig Anhänglichkeit an die alte katholische Religion undKirche verrieth. ?) Von den Friedensbestrcbungen eines solchenschwankenden, unselbstständigen Fürsten konnte das Volk wenigErfreuliches hoffen. Wie sehr er sich bemühte, eine Kirchen-orbnung zu Stande zu bringen, die allen seinen Landeskindernwie auch dem Churfürsten von Köln genehm war, so konnte erdoch gar nicht zum Ziele gelangen. Als er auf Zureden desKanzlers Olpschläger seinen protestantisch gesinnten Aerztcn ge-genüber die förmliche Einführung des Protestantismus abgewie-sen hatte, faßte er den Plan, sich mit tem Churfürsten vonKöln, Anton von Schauenburg, über eine heilsame Reform zubcrathschagen. 2) Ein günstiges Resultat glaubte er schon inAussicht zu haben, als der Churfürst plötzlich in Godesbergstarb H1SS8)H) In ähnliche Unterhandlungen setzte er sich mitAnton's Nachfolger, Johann Gebhard von Manöfcld. Als dieSache bald zu günstigem Ende gediehen, starb auch dieser.Nun wollte er es auf eigne Hand versuchen. Olyschläger schlugihm vor, den Georg Cassander mit diesem Geschäfte zu betrauen.

!) Nsmclm.'m»p. v. Steinen, S. W

2) IMmvImsnn, i'. lv!3.

A) Niimclmknii, p.

4) .»»crkeiis, s>,