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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
183
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Herrn Herrn Vaters und anderen unfern Vorältern seligen zuge-lassen und von Alters gewöhnlich, in unfern Fürstenthlimcrn,Landen und Gebieten bringe, verkündige oder eriquire, oder auchdazu einigs Wegs Hülfe oder Fürschub thuen, es sei dann mitunfern, sonderlichen Fürwissen und Zulassen."') Ein anderesEdikt vom 16. Juli 15S6 konnte in wegen der bei den Prote-stanten so beliebten Stichwörterreine Lehre und Mißbrauche"in den Augen des Volkes mit den fürstlichen Anhängern derneuen Lehre in eine Kategorie stellen. Es heißt darin:Wil-helm Herzog zu Gülich :c. Liebe Andächtige und Getreue!Wie wohl u. andern unfern Pastoren und Kirchendienern zumehrmalen befehlen lassen, das heilsame Wort Gottes rein undlauter unfern Untcrthanen zu predigen, auch den Catechismusmit desselben öfterer Wiederholung getreulich zu lehren, auch dieBildertracht und andere lästerliche Mißbräuche zu meiden, ver-möge unsers freundlichen, lieben Herrn Vaters sel. Gcdächtnißund unserer ausgegangen Edikten und publizirten Ordnung undBefehle: so kommen wir doch in glaubhafte Erfahrung, daßdenselben nicht getreulich nachgcsetzct und einiger Maaßen über-schritten worden sepn, darob wir keinen kleinen Mißfallen tra-gen, und ist deßwegen nochmals unsere ernste Meinung undBefehl, daß Ihr Euch der reinen Lehre und sonderlich der Ein-bildung und Verfolg des Catechismus befleißet, bemelter Miß-bräuche euch enthalten und unsere Untcrthanen sich deren zu ent-halten vermahnen und sonsten bei Eurer Berufung, Lehr undLeben unvcrweislich und unfern Ordnungen und Befehlen ge-mäß bezeigen sollt, sonst müssen wir ander Einsehens darin zuhaben verursacht werden, darnach Ihr Euch im Besten unsäum-

lich zu richten." 2)

Im Grunde genommen, war der Herzog bei Allem waser that und verordnete, durchaus nicht mit sich selbst im Klaren.Er wußte blos, daß er katholisch bleiben und in der katholischen

1) Berg, Reform.-Gesch., S. ll?

2) Lcrg, S. !56,