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sicht gestellt würde, wenn die vielen reichen Klöster und Stifteraufgehoben würden, wo so manches kölner Kind die glänzendsteZukunft für sich und seine Familie sichern konnte.
Wo alles Uebrige sich so kräftig gegen die Reformationzeigte, da konnte es wenig verschlagen, wenn auch unter denLehrern der Universität einzelne Männer sich fanden, welche dieneue Richtung gerne mehr begünstigt gewußt hätten. Solcheswaren namentlich Männer der philosophischen und medizinischenFakultät, welche der humanistischen Richtung huldigten. Außerden schon früher angegebenen müssen wir hier noch nennenDietrich Laiceius aus Lennep, Sibert von Lewenburg, FriedrichWestius,') Johann Echtius, der in Wittenberg und in Italienseine Studien gemacht hatte, und endlich Gisbert Longolius ausUtrecht, der neben seiner medizinischen Praris philosophischeVorlesungen hielt. Dieser war der Hauptfürsprecher der Re-formation in Köln, und mit allem Eifer war er bemüht, derbueerischen Reform Anhang und Eingang zu verschaffen. InKöln nahm man ihm dies Streben aber so sehr übel, daß beiseinem Tode (1543) keine Kirche und kein Kloster seiner Leicheeine Ruhestätte geben wollte. Seine Freunde sahen sich deßhalbgenöthigt, seine Leiche nach Bonn zu fahren, wo sie von Bucerbegraben wurdeS)
Domkapitel und Clerus, Bürgermeister und Senat derStadt Köln wurden in ihrem Widerstande gegen die Reforma-tion und in ihrer in den Gränzen der schuldigen Achtung sichhaltenden Opposition gegen den Churfiirsten noch mehr bestärktund ermuthigt durch verschiedene Belobungsschreiben, die ihnenvon Papst und Kaiser zukamen. Im ersten Breve Paul's III.vom 13. Februar 1543 wird das Domkapitel sammt dem gan-zen Clerus ermuntert, sich in keiner Weise von den die Kirchebedrohenden und beunruhigenden Stürmen beirren zu lassen, zuvertrauen auf die Kraft und Hülfe Gottes, in diesem Vertrauen
1) Nitiiielmnun, x>. Illül.
2) INtrxUvim, dikl. tloloii., >>> IN2>