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zu verharren in seinem h. Dienste und im wahren Glauben,und zu sorgen, daß Niemand vom Glauben abirre, und sichhierdurch unschätzbare Belohnung der ewigen Glückseligkeit zuverdienen. In dem andern Breve vom 1. Juni desselben Jah-res belobt er sie mit den schmeichelhaftesten Ausdrücken wegenihres Muches und ihrer Standhaftigkeit im Widerstande gegenden Churfürstcn, ermahnet sie, auszuharren im Kampfe, weiterdie Ehre Gottes zu vertheidigen, die katholische Religion zuschützen und ihr Seelenheil zu sichern; er feuert sie an zu offe-nem Widerstand gegen den Fürsten und seine Anhänger undverspricht ihnen alle Hülfe und allen Schutz, den er vermögeseines Amtes zu bieten vermöge. Auch zwei Schreiben kamendem Ekerns von Carl V. zu, das erstere vom 8. August ausMainz und das andere aus Brüssel, vom 28. November 1543.Hierin erkennt er belobend an ihre Standhaftigkeit, ihre Aus-dauer und ihren Eifer, und er ermahnt sie dringend, in ihremStreben, die Irrlehren der neuen Prediger von ihrer Kirche ent-fernt zu halten, und zugleich verspricht er ihnen für ihre Stand-haftigkeit seine kaiserliche Huld und Gnade. Auf Grund dieserpäpstlichen und kaiserlichen Schreiben veröffentlichte der Senatein scharfes Dekret, worin er seinen ernstlichen Willen zu er-kennen gibt, nur für Aufrechthaltung der alten Religion undUnterdrückung der neuen wirken zu wollen. Der Churftirst waraber keineswegs gesonnen, auch im Geringsten von seinem Wegeabzugehen. Von Bucer, Melanchthon und einigen andern pro-testantischen Theologen war nach dem Modell der nürnbergischenKirchenordnung eine neue Kirchenordnung angefertigt worden,worin in ein Langes und Breites die lutherische Lehre entwickeltwar. Lulher'n und dem Churfürsten von Sachsen war dieseOrdnung aber noch nicht lutherisch genug; der eine sah darin,namentlich in der Abendmahlslehre, eine unstatthafte Hinneigungzu dem schweizerischen Lehrbegriff, und der Andere tadelte darandie allzu glimpfliche Behandlung der Mönche und Stiftshcrren.Als dem Melanchthon dieses vorgeworfen wurde, mußte er sich