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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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125
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päpstlicher Heiligkeit Legaten allen geistlichen Prälaten aufgelegtund befohlen, wie wir ihnen auch hiermit ernstlich auflegen undbefehlen, unter ihnen und den Ihrigen, so ihnen unterworfensind, eine christliche Ordnung und Reformation vorzuuebmcn undaufzurichten, die zu guter, gebührlicher und heilsamer Admini-stration der Kirchen förderlich und dienlich sei. Auch übersolcher Ordnung und Reformation ernstlich und strcnglich zuhalten und sich daran nichts irren noch verhindern lassen. Dasich auch gemeldte Prälaten also gehorsamlich gegen uns undvorgedachte Legaten unterthänig erboten haben, so sind wir derZuversicht, solche Ordnung und Reformation sollte zu endlicherchristlicher Vergleichung der streitigen Religion eine Vorbereitungund derselben sonder Zweifel hochdienlich sein."') Diese Refor-mation wollte Hermann nun vornehmen, und sein Augenmerkfiel wieder auf Bucer, dem er die Leitung dieser Angelegenheitanvertrauen wollte. Vergeblich waren die Bemühungen derkölner Theologen, ihn von dieser neuen Berufung Bucer's ab-zuhalten. Gropper hatte ihm milde und strenge das Unstatthaftedieses Vorhabens vorgehalten; es half nichts. Da ließ er sichvom Domkapitel eine Petition einhändigen, worin der Churfürstgebeten wurde, um seines eignen Vortheils und Seelenheileswillen diesen Plan fahren zu lassen und sich der Gemeinschafteines solchen Ketzers zu enthalten. Auf kurze Zeit ließ er sichbereden und nahm an Bucer's Statt zu seinem Rathe den ihmvom Domkapitel empfohlenen Hermann Blanckfort, Licentiat derTheologie, Domherr und Pastor bei St. Columba.-) In die-sem suchte er Grundsätze, wie sie ihm Bucer eingeflößt; solchefand er aber nicht bei diesem College» und Freunde Nopel's,Deßwegen entließ er ihn bald wieder und ließ, trotz der wieder-holten Gegenvorstellungen des Domkapitels, den Bucer vonStraßburg zu sich kommen. Die Gründe dieser Rückberufungwollte er vor seinen Ständen öffentlich entwickeln, und berief

1) Reichstage-Abschiede, S. 27Z.

2) Nersaeuz, p, 729. Tlar^Iieiw, dibl. <-ol.