über die zu ergreifende!! Maßregeln.') Als er sich hinlänglichunterrichtet glaubte, ließ er auch seinen alten Nathgeber Grop-per unv seinen Weihbischof Johann NopeliuS aus Lippstadt, Bi>schof von Cprene, von Köln aus zu sich rufen, daß auchsie sich mit Bucer über die Verbesserung besprechen undbelehren lassen sollten. Höchst ungernc ließen sich beidedazu bewegen, sich init einem Manne in eine Unterredungeinzulassen, den sie als einen hartnäckigen Gegner der katholischenReligion und Kirche kannten, von dem sie selbst nichts lernenkonnten, der sich von ihnen nicht belehren ließ und der nur denChurfiirsten zu verwirren und vom wahren Wege abzubringenvermochte. Wie Bucer bis dahin sich immer gezeigt hatte, soauch wieder in diesen Unterredungen: kriechend, heuchlerisch,zweiziingig und hinterlistig. Sobald Nopelius ihn durchschaut,wandte er sich verachtend von ihm und weigerte sich standhast,weiter sich mit einem Manne zu besprechen, dem mit seinerSchlangennatur die Wahrheit durchaus nicht am Herzen lagund der das Vertrauen des Churfiirsten nur ZUN! Schlimmstenmißbrauchen werde. Hermann konnte es nicht ertragen, daßsich Nopelius in solcher Weise gegen den Wann seines Herzensaussprach und betrug, und Nopel wurde seiner Stellung undseines Gehaltes beraubt.") Es war dies die Stellung als Ge-neralvicar und Weihbischof, und das Jahrgchalt, welches er insolcher Eigenschaft bezog.") Dieser aber wollte lieber sein Ge-halt einbüßen als seine Ucbcrzeugung vcrlä'ugnem Er begab sichzurück nach Köln, und war mit ausgezeichnetem Erfolge bis ansein Ende (1556) eifrigst bestrebt, durch die Kraft seines Wor-tes als gelehrter und beredter Kanzelredner gegen den Protestan-tismus zu arbeiten, und, so lange es Noth that, das Volk hin-zuweisen aus die Gefahren, worein Bucer und der Chnrfürst diekölnische Kirche zu stürzen drohten. Neben Nopel machten sich
5iameimct.nn, p. 1352.
2) Nosliov jus. p. 37.
3) Nersuous. p. 158.