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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
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durch die Zweizüngigkcit Bucer'S, oder durch die noch nicht völ-lige Entschiedenheit Wiccl'S auf seinem Rückwege vom Prote-stantismus zum Katholicismus verfaßt worden sein,') war we-gen seiner Halbheit gar nicht geeignet den Frieden herzustellen.Der strenge unbeugsame Eck, der wegen Krankheit den Unter-handlungen nicht hatte beiwohnen können, sah dies schon gleichbei der ersten Ansicht des Buches ein und bezeigte sich höchst un-zufrieden über eine solche schwankende Nasis des Friedens. ImVerläufe des Colloquiums überzeugten sich hievon auch beider-seits die Colloquentcn, Präsidenten, Zeugen und Zuhörer, Deß-wegen wurde diesem Buche auch vom Kaiser kein nachhaltigerEinfluß gegeben, und ohne wiederum einen Schritt weiter zurVersöhnung gekommen zu sein, mußte der Reichstag geschlossenwerden. Hermann war mit diesem Ausgange keineswegs zu-frieden. Er hatte gehofft, daß durch das Neligionsgespräch aufdiesem Reichstage die Wahrheit würde ermittelt und eine wahrenothwcndige Reform eingeführt werden Mit dieser Hoffnunghatte er schon den rein kirchlichen Standpunkt verloren, indemer vom Reiche erwartete, was nur die Kirche allein durchführenkonnte und durfte. Er hing nun dem träumerischen Gedankennach, in seinem Churstaatc auf eigne Faust ins Werk zu setzen,was das ganze Reich nicht vermochte, und durch eine nothwcn-dige Reform in seinem Gebiete dem Reiche ein ziehendes Bei-spiel zu geben. Was er in dieser Beziehung mit Hülfe Ärop-per's schon in seiner Diözese gctba», das schien ihm, nachdemer mit einigen protestantischen Stimmführern bekannt geworden,weit hinter den Bedürfnissen zurückzubleiben. Auf Bnccr's schein-bar gulen Willen, Bildung und Klugheit war noch sei» ganzesVertrauen gesetzt, und ihn ließ er 1543 nach Köln rufen, umsich über die Reform mit ihm zu besprechen und von ihm beleb-rcn zu lassen. Auf seinem Jagdschlösse zu Buschhoven empfinger ihn und besprach stch während niedrer Tage daselbst mit ihm

1 ). Iet'kcnäork'. !. §. klst. «ovo. o. l4. Z. 4.

i.') l. XlV p. 2'^!).