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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
116
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->nnc> tZZ6, sjiiilius uckiiincliim «?st encliiriilinn oliristisnsoinütiintion!« anno?L. Durch dieses Concil waren die bestenBestimmungen getroffen und verbreitet, welche man irgendwiewünschen und erwarten konnte, um die Religion in ihrer Rein-heit zu erhalten, die Kirchenzucht wieder herzustellen in ihrerKraft und die Sitten und die Pflichten eines Bischofcs, Prie-sters und wahren Christen unter allen Verhältnissen zu ordnen.')Das Lob, welches von verschiedenen Kirchenfürsten, namentlichvom Cardinal Sadolct, von PH. Matth. Giberti, Bischof vonVerona, in besondern Briefen und von den Cardinälcn Conta-reni und Polus bei andern Gelegenheiten^) dem ChurfürstenHermann in reichlichem Maße gespendet worden, gebührt vor-züglich unserm Gropper und den bei den Vorarbeiten zum Con-cil und dem Concil selbst beteiligten Theologen der Stadt undder Universität Köln.

Nach diesem Concil stand Hermann wie ein hellleuchtenderStern am kirchlichen Himmel Deutschlands, und es kann nichtauffallen, daß man bestrebt war, durch die Strahlen des kölnerLichtes auch so viel möglich die Dunkelheit des kirchlichen Lebensim übrigen Deutschlande zu erhellen. Der Kaiser konnte vollVertrauen seine Blicke auf Hermann und seine Theologen rich-ten bei seinen Bemühungen um Frieden und Einigkeit; denn erwußte, daß es dem Churfürsten Ernst war um wahre Reformund daß er in seiner Diözese den wahren Weg dazu betreten.Die protestantischen Fürsten konnten eben wenig Anstand nehmen,auf ihn ihre Blicke zu werfen; hatte er doch glänzend die Bahnbetreten, wonach, wenigstens grundsätzlich, allein ihr Strebenging. Er durfte auch selbst große Stücke auf seine Kraft undsein Skrcben halten; denn er hatte das Bewußtsein, in dieserkritischen Zeit das gethan zu haben, wonach Aller Sehnen hingerichtet war. Im Bewußtsein dieses hohen Standpunktes inden deutschen kirchlichen und den hiemit zusammenhangenden

I) llar^keim, I. c. 8ee,Ii?n<I., I. ill, §. öl. »<l I.

A) Alesdovius, p. 18. ff.