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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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des h. Stuhles angetragen hatte (l556). Er blieb Professor derkölner Universität, Canonicns des hohen DomstEteS »no Archi-diacon und Propst der Münstcrkirche in Bonn, um in solcherStellung allseitig für daö Wohl der kölnischen Kirche wirken zukönnen.') Er liebte nicht das öffentliche Aufsehen, aber wo esNoth that., da scheute er sich auch nicht, öffentlich aufzutreten undmit der ganzen Kraft seiner ausgezeichneten Persönlichkeit fürsein Ziel thätig zu sein. Versöhnung war sein Ziel unv Ver-söhnlichkeit eine seiner Haupttugendcn. Aber nicht artete dieVersöhnlichkeit aus in Schwäche und Charakerlosigkeit, wie beiseinem Herrn. Auch Hermann war mit allem Ernste auf denFrieden und auf Einführung richtiger Ordnung, wie in der gan-zen Kirche, so namentlich in seiner Diözese bedacht. Sein per-sönlicher Charakter war auch wohl dazu geeignet, der Welt undseiner Umgebung die Uebcrzeugung beizubringen, daß er in derThat schmerzlich die Mängel fühlte und daß ihm wirklicherErnst war und daß ihm wahrhaft von Herzen ging, waS eräußerlich zeigte und zur Schau trug. Er war keiner von denFürsten, die nur den Glauben und die Kirchenzucht als Deck-mantel gebrauchten, um unter diesem Schilde für anderweitigehäufig niedrige und sündhafte Zwecke zu arbeiten. Sein Stre-ben war ihm ernst, und Täuschung war ihm fremd. Erglänzte in reinen Sitten wie sie einem Kirchenfürsten ge-ziemen , und sein Streben war, daß sein Clerus undund die ihm anvertrauten Kinder in den Tugenden ihresStandes und des Christenthums leuchten sollten. Wohl-thun und Uebung von Werken christlicher Barmherzigkeit wardie Freude seines Herzens, und er wünschte, daß namentlichdie Güter der Kirchen in seiner Diözese weniger zu irdischemPrunk und Aufwände, zu Ueppigkeit und Schwelgerei mißbraucht,als vielmehr zum Wohle der armen und leidenden Brüder ver-wandt würden. Mit wahrer Liebe und mit tiefgläubiger Ueber-zcugung hing sein Herz an dem katholischen Glauben. Er

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