— III —
Bischöfe von Utrecht, Münster, Osnabrück und Minden, diePrälaten und Bebte der Collegiatkirchen und sehr viele anderean Frömmigkeit und Wissenschaft hervorragende Männer.') Diesämmtlichcn Vorarbeiten zu diesem Concile waren den fähigenHänden des Johann Gropper anvertraut. Schwer war dieseAufgabe, denn es galt hier durch Strenge zu zügeln und durchMilde zu versöhnen zugleich. Es galt die strengen katholischenDiöciplinargesetze mit solcher Schonung aufzustellen, daß auch dieMißvergnügten gerne von dem entgegengesetzten Wege einerfreieren Disciplin abwandtcn und sich bereitwillig wieder unterdas Joch des katholischen Kirchengesctzcs fügten; und es galt dieunabänderliche katholische Wahrheit in solchem einleuchtende»Lichte und so rein von allen unwesentlichen Zuthaten darzu-stellen , daß auch die nach der andern Richtung Hiuübersehcndensich der katholischen Lehre wieder zuwandten und die ka-tholische Kirche wieder mit inniger Liebe und aufrichti-ger Ueberzeugung umfaßten. Gropper aber, und er vielleichtauch einzig und allein unter allen kölnischen Gelehrten, warder Mann, der dieser Aufgabe gewachsen war. Er war keinMann, wie so viele in damaliger Zeit, wobei der Name Allesausmachte und wobei es auf die Person ankam, ob das, waseben gesagt und gethan wurde, gut und wahr war. Bei seinemganzen Leben und Handeln trat bescheiden seine Person zurück,und er ließ seine Thaten und Werke reden. An eine bedeutendegewichtige Persönlichkeit wollte er seine Bestrebungen nichtknüpfen, und bescheiden glaubte er so gut in seinem Canonicat-kleide wie im Cardinalpurpur wirken zu können. Darum schluger in seiner Bescheidenheit den Cardinalöhut aus, welchen ihmPaul IV. wegen seines mühevollen Strebens und seiner Un-verdrossenheit bei der Vertheidigung der katholischen Kirche und
äis nona dtovbrw. od^'t wev. in Oiiristo pater, Uns. Quirin,is op<iem Vclil a Wilicii, IZpisc, L^renensis, wvili. llni. Hermann!,^rckiep. Lolcni., in pantik. Vioarins Uio sepultus.
I) Lrnolä Neskovins, äe seliismate Hermann!, p. 17.