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wegs die richtige Mitte haben verfehlen lassen. Er starb aberzu frühe, und Gropper'n allein blieb einstweilen das schwierigeGeschäft, seine Kenntnisse, seine Kraft und seinen Einfluß zuheilsamer Reform und zu guter Leitung des unselbstständigenFürsten zu verwenden. Hermann war auf dem Reichstage aufdie wunden Stellen des Kirchenkörpers hingewiesen worden,und fetzt wollte er als Arzt die Heilung mit allem Fleiße ver-suchen. Er erzielte eine Reform auf rein kirchlichem Grunde.Er war genöthigt, eine solche Reform zu versuchen, wenn ernicht zugeben wollte, daß die einzelnen Gemeinden nach demBeispiele der Sachsen sich selbst reformirten. Schon vielfachhörte man in der Diözese perorircn von der ,,wahren evangelischenFreiheit"; man verlangte nach andern Hirten, anderm Glauben, an-dern kirchlichen Gebräuchen. Prediger ohne Beruf und Weihe suchtenmancherorts durch Winkelpredigten und geheime Conventikcl derneuen Sache Eingang zu verschaffen. Hiegegen erließ der Churfiirst1534 von Poppelsdorf ein Mandat, welches allen Beamten befahl,„daß solche frembde oder fnlendische Winkelprediger, oder dersel-ben uffhelder und anhenger an stundt mit den Helsen genommennnd gefcngklich behalten werden, die vort nach Befindung ireSHandels an Leib leben und gut on alle Gnad unnaichlesslich zustraiffen, und solch unkrut usszurutten und zu vertilgen." Erwurde aber bald zu der Einsicht gebracht, daß dichter angedrohteStrenge nicht das Mittel war, in seiner Kirche die Einheit desGlaubens zu wahren und den unabweislichen Nefomforderungenzu genügen. Hiezu mußte das so vielseitig sich zeigende Strebennach Reform auf eine kirchliche Bahn geleitet werden, undJohan»Gropper sah das einzig hinreichende Mittel hiezu in einem Pro-vinzialconcil. Willig fand er auch hiezu den Churfürsten, unddieser berief ein solches nach Köln (1536). Zugegen warensein Coadfutor, Adolph von Schauenburg, sein Weihbischof,Quirin op dem Veld von Wilich, Bischof von Cprenc, ^) die
1) I'et. INersueus, öe eleet. (?nl. »rix., p. ISS. — Im Chor derMariminkirche zu Köln war sein Grab mit der Inschrift: >1. I>. ISN,