Superintendent und dessen Coadsutor Joh. CampanuS, welchembald der aus Büderich ausgewiesene Bririus von Norden folgte.Dieser erhielt, nachdem Bruin in den Verdacht des Calvinismusund Auabaptismus gerathen war und sein Amt hatte abtretenmüssen, die Stelle des Superintendenten. An St. Pauli standJob. Kcllberg, St. Katharina Joh. Spnkhusen, St. GeorgieJob. Möllner, St. Maria Borchwede, St. Thomä Joh. Frei.In der Börde kam nach Sassendorf Joh. Lemeke, nach LoenCyriakus von Horn, nach Neuen-Gesecke Joh. von Hangelschc,nach Meininghauscn Nik. Hilbeck, nach Ostönne Jak. von Iser-lohn, nach Sckwewe Joh. Stunzelföt, nach Borgelcn StephanHüttinghaus, nach Weslarn Rotermund Günther, nach WalvernJoh. FeldhusB) Zu ungestörter Neligionöübung konnten dieEvangelischen aber immer nicht gelangen. Wiederholt verlangteder Herzog von Cleve die Annahme seiner Kirchenordnung unddie Abschaffung der in Soest angenommenen, welche ihm alsvoll von wiedertäuferischen Jrrthiimern geschildert worden war.Diese Forderung fand aber heftigen Widerstand, und die Soesterwiesen den Verdacht des Anabaptismus energisch zurück. Aberder Herzog blieb bei seiner Meinung und drohte seinem Befehlemit Gewalt Nachdruck zu geben. Da schlug sich des HerzogsSchwiegersohn, Joh. Friedrich von Sachsen, in's Mittel undließ auf Begehren der Evangelischen in Soest den Religionszu-stand daselbst untersuchen. Dieser sprach die evangelischen Lehrerund Bürger zu Soest in einem Berichte vom 15. Oktob. 1535vom Verdacht des Anabaptismus frei, erklärte sie für augsburgi-sche Coufessionsverwandte und wünschte sie in ihrer Neligions-Übung nicht weiter behindert zu sehen. Mit diesem Urtheitc schiender Herzog sich zu begnügen und ließ die Protestanten in Soestbis zum augsburgischen Interim ungestört bei ihrer Kirchenord-nung. H
l) Jakebson, Th. 4. S. 27.
v. Steinen, weslph, Gesch., B. 4 S. I2i,n