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ähnliches Mandat, welches bei Strafe der höchsten Ungnade dieEntfernung der abgefallenen Lehrer und die Wiederherstellungder alten Religion forderte. Auf solche Befehle entfernte sichaber nur Oemiken; die übrigen Prediger blieben und gingenmit der Gemeinde auf dem einmal betretenen Wege weiter fort.Dies veranlaßte den Herzog und den Grafen von der Lippe zugewaltsamem Einschreiten; sie nahmen die Stadt mit Gewaltein und verwiesen die Prediger Westermann, Herm. Kothen, Jak.Lcidinger, Tilmann Menzel, Herm.Halewart und Wilh. Kapell. ZurAussöhnung wurde am 24. August 1535 ein Rezeß errichtet,worin versprochen ward, „man wolle mit allem Fleiß dafürsorgen, daß gute, fromme, gelehrte und geschickte Predicantenbestellt und unterhalten werden, die das Wort Gottes klar undrein zu der Ehre Gottes, zur Seeligkeit der Seelen, Besserungdes Lebens, in Friede, Eintracht, ohne einig Schelten oder Auf-ruhr lehren und predigen." In Betreff des AltarssakramentSwurde nachgegeben, daß die Predikanten denjenigen, welche dasSakrament unter beiderlei Gestalt begehren würden, selbigesungestraft in dieser Weise reichen könnten, Alles bis zu demEoncilio, Kaiserl. Majestäten und des Reiches fernerer Verse-hung und Ordnung. Als aber der Herzog wie auch der Grafvon der Lippe mit der Sendung der versprochenen Prediger zö-gerte, berief die Stadt eigenmächtig den lutherisch gesinntenAugustincrmönch Joh. Köster, welcher wegen seiner lutherischenAnsichten, wie er sie in Geseke und Umgegend bei Gelegenheitdes Tcrminirens bekundete, das kölnische Gebiet hatte verlassenmüssen. Er nahm den Ruf an, legte das Ordcnskleid ab, nahmsich ein Weib und arbeitete erfolgreich für die neue Lehre. Auchdie bald darauf von den Landesherren geschickten Prediger MarBenneus und Heinr. LalefontanuS nahmen mit allem EiferPartei für die neue Sache; eben so der Schulrector Joh. Pla-lenius. Der Gegcnkampf des katholischen Geistlichen Joh. Mar-quart war schwach, und immer mehr schmolz die Anzahl derKatholischen zusammen. In Iserlohn arbeitete der Viear Joh.