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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
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der Universität hatte Johann Düsseldorf ausersehen, und erhoffte, daß der bis dahin in Düsseldorf lehrende Johann Mon-heim von Elberfeld einer solchen neuen Anstalt zu großer Zierdegereichen werde. Gerade dieser Monheim war für den Papstauch ein Stein des Anstoßes: er war ihm als ein den protestan-tischen Ansichten geneigter Mann geschildert worden. Diesenhätte der Papst gerne aus des Herzogs Landen entfernt gewußt,und nur unter der Bedingung ließ er feine Zustimmung zurGründung einer neuen Universität hoffen, daß Johann den derKetzerei beschuldigten Monheim entlasse. Dies aber wollte Jo-hann nicht, und die ganze Sache blieb einstweilen auf sich be-ruhen. Monheim blieb in Düsseldorf. Bei seinen ruhigen, lang-samen , stufenweise gehenden Reformbestrebungen wußte er sich dieLiebe der Fürsten zu wahren; er verstand es, tief in die Ge-müther der Jugend einzupflanzen dieselben Grundsätze, welche indie Herzen der Eltern die Predigten des Mpcon eingesäet. Ersuchte nur die Gemüther zur Ergreifung der Reformation zudisponiren ; den Weg der Reformation wollte er einstweilen nurkräftig anbahnen, weil er wußte, daß eine wiekliche Einführungder Reformation dem Herzoge verhaßt war. Wie Monheim,so traten auch die übrigen herzoglichen Unterthanen, welcheirgendwie Lust zur Neuerung in sich verspürten, einstweilen nochsachte auf, arbeiteten nur im Stillen in den angegebenen Grän-zen und wollten diese Art ihres Strebens nicht ändern, bis derErbprinz Wilhelm zur Regierung käme, auf dessen Gesinnung siebessere Hoffnungen bauten. Den 6. Februar 1539 verschiedHerzog Johann, und sein Sohn Wilhelm kam an die Regierung,von 1539 bis 1592.^) Unter seiner Regierung fand die Re-formation in den vereinten Herzogthümern freien Eingang. Invielfachem Umgange mit Erasmus, hatte er dessen Grundsätzeund dessen Abneigung gegen viele Mißbräuche in der katholischenKirche eingesogen; unter Leitung HereSbach's war ihm bedeu-tende Vorliebe für die augsburger Cvnfession und Melanchthon'ö

I) p. NU I.