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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
Seite
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geschlagenem Vorwitze einmal hören wollten, was ihr so vielgewanderter Landsmann denn Neues auf der Kanzel vorbrächte.Solches Gastpredigen behagte aber wenig dem bcrgischen Amt-manne von Beyenburg, dem kölner Domherrn Grafen Franzvon Waldeck, der in der Kirche von Lüttringhausen ausrufenließ, er würde den Klarenbach gefangen in die Beyenburg ein-stecken, wenn er sich noch einmal in seinem Gebiete würde be-treffen lassen. Eben so ging es ihm mit dem Amtmann vonElberfeld, Gottfried von Kettler, der durchaus nichts mehr vonseinem Predigen in Elberfeld, Kronenberg und Lennep wissenwollte. Er drohte ihm, wie allen Neuerern, mit der Strengedes weltlichen Armes, wenn sie sich weiter so weit vergehen soll-ten, wie in Kronenberg, wo sie mit Gewalt die Kirche geöff-net und die katholischen Geistlichen zu öffentlicher Disputationaufgefordert hatten. Als Klarenbach so nicht mehr öffentlichpredigen durfte, suchte er auf anderm Wege seinen AnsichtenEingang zu verschaffen und ließ 1527 ein Schriftchen verbrei-ten, darin er Bürgermeister, Rath und Bürgerschaft der StadtLennep ermahnte, das Wort Gottes rein anzunehmen, die deut-sche Bibel zu lesen und die wahre Lehre weiter zu verbreiten.Seine Anhänger nahmen bei solcher Sprache der weltlichen Behördeimmer mehr ab; auch Sylvanus scheint sich wieder hinter dieMaske eines Heuchlers gesteckt zu haben. Offen hielt ihm nurnoch zu der Pastor in Lennep, Joh. Klopreis, der von Büderichdahin gekommen war, nachdem er in Köln seinen Irrthümernentsagt hatte. Durch Klarenbach angeregt, weckte er aber hierwieder die alte Gesinnung und bekannte sich wieder öffentlichzur neuen Richtung. Dieß geschah zwar nur durch Schimpfengegen den Papst und etwaiges Polemisiren gegen die Lehrevom Glauben. Die kirchlichen Gebräuche blieben vorläufig nochunangefochten, weßwegen das Volk denn auch wenig Aufhebensvon der Sache machte. Desto mehr that es aber der Offizialvon Köln, und Klopreis wurde wieder nach Köln gerufen undals halsstarriger Ketzer in'S Gefängniß geworfen. Auf einem