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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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an ihren Stellen für diegute Sache" thun, was sie vermöch-ten ; Klarenbach selbst nahm in Wesel vielfach öffentlich dasWort für die bis dahin im Sächsischen so vielseitig durchdispu-tirten neuen Lehren. Gegen dieses öffentliche Verkünden derneuen Lehre erhoben sich die Geistlichen Wesels, welche noch vonder Wahrheit und Nichtigkeit der alten Grundsätze überzeugtwaren. Namentlich war es ein Minorit, Georg von Dorsten,der 1525 im Hinblick auf die Lehre Klarcnbach's eine rein kath.Predigt über den freien Willen des Menschen nach dem Sün-denfalle hielt und Jeden aufforderte, mit ihm zu disputiren, deretwas gegen diese Lehre einzuwenden hätte. Vor der Stadt-obrigkcit und vielen Bürgern kam nun ein öffentliches Religions-gcspräch zu Stande, welches aber, wie alle Religionsgespräche,keinen wcitern Erfolg hatte, als daß es die Gemüther bewegte,erhitzte, zu Leidenschaften ansackte, die Kluft noch schroffer stellteund seder Partei die Meinung ihres Sieges gab. Die Geist-lichen von Wesel erkannten nun offen die Gefahr, welche durchKlarenbach und seine Freunde der dasi'gcn Gegend drohte. Siesuchten auf andern: Wege als durch Disputationen solches Trei-ben zu hemmen und verklagten den Klarenbach als Ketzer beimkölner Offizial, ckseit-tormn vr. Arnold Broichschmidt aus Lemgo.Dieser setzte es bei Johann III. von Cleve durch, daß Adolphseines Amtes entsetzt und aus Wesel verwiesen wurde. Er irrteunstät umher, aber immer für die neue Lehre eifernd und wer-bend, bis er 1527 in seine Geburtsgegend zurückkehrte. Hiersetzte er seine Bestrebungen fort in Gemeinschaft mit seinemfrühern Freunde Clemens Sylvanus, welcher, wahrscheinlich weiler seine wahren Grundsätze zu verheimlichen wußte, Seelsorgerin Nade vorm Walde geworden war. Ihnen stand treulich zurSeite ein gewisser I)o. Berken, ein aus dem Kloster entsprunge-ner Mönch. Klarenbach zeigte seinen Eifer in verschiedenenPredigten zu Lennep, Remscheid, Lüttringhausen, Elberfeld, Kro-nenberg, an welchen Orten Geistliche stationirt sein mußten,die im Stillen der neuen Lehre huldigten oder aus übel aus-