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kend, beinühten sich fast um dieselbe Zeit mit Einführung derneuen Lehre drei andere fanatische Männer, die alle ihr Stre-ben mit dem Feuertode gebüßt. Es waren dies Adolph Klaren-bach, Peter Fliesteden und Joh. Klopreis.
Klarenbach war geboren im Herzogthum Berg, auf Bu-scherhof bei Lennep, und hatte in Köln und Ingolstadt seineStudien gemacht. Ob er Priester gewesen, ist nicht ausgemacht;er muß aber jedenfalls Cleriker gewesen sein, war er doch von1520 bis 23 Conrektor an der bischöflichen St. Martinsschulein Münster, und waren doch solche Lehrerstellen wenigstens anbischöflichen Schulen immer geistliche Pfründen. Hier sorgte erschon mit allem Eifer, daß die Schriften Luthcr's verbreitet,von der Jugend gelesen und die neuen Grundsätze in die Herzender Jugend verpflanzt wurden. Die von ihm gelegte Grundlagewird schon ein fruchtreicher Boden gewesen sein für das balderfolgende Wesen der Wiedertäufer. Von Münster kam er, obverwiesen oder freiwillig, ist nicht sicher, in gleicher Eigenschaftnach Wesel. Der Gesinnung, welche in und um Wesel sich inmanchen Geistlichen und Schulmännern geregt hatte, lieh erseine öffentliche Stimme. Die Schule zu Wesel war die erste,wo die humanistische Richtung öffentlich und allgemein der re-formatorischen Richtung die Hand bot. Klarenbach vermitteltedies. Was schon viele humanistischen Lehrer in Wesel und vieleGeistlichen, die mit ihnen vertrauten Umgang Pflegten, im Ge-heimen gedacht, das sprach er öffentlich aus und riß rasch undgewaltig ihre Gedanken gegen die kath. Ordnung und Lehre soweit, wie sie es früher nie geahnt hätten. Es waren nament-lich der Augustinermönch Matthäus Girdenich, der Kaplan ander Methanaischen Kirche zu Wesel, Clemens Sylvanus, ausRade vorm Walde, der Pastor von Büderich, Johann Klopreis,und der Vikar zu Görden, Abel, deren still gehegte Gesinnunger zu klarem Bewußtsein brachte, die er immer weiter der kath.Kirche entfremdete und zum Zwecke der größcrn Verbreitung derlutherischen Lehre gebrauchte. Diese sollten in ihrer Sphäre und