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keit wollte er keineswegs angreifen. Er thcilte nur mit Huttendie Abneigung gegen die scholastische Richtung, nicht aber denHast gegen die ganze Geistlichkeit und alle göttliche und mensch-liche Ordnung. Er war die Stutze und der Beschützer derjeni-gen, die in Köln der neuen Richtung Eingang verschaffen woll-ten; so namentlich des Hermann vom Busche, der in Italienin freundschaftlicher Verbindung gestanden hatte mit Mirandula,Platina, Manutius, Politian. Eben so erfreute sich seinesSchutzes Bartholomäus Coloniensis, gleichfalls aus der Schuledes Hegius, der zuerst in Deventer griechische und lateinischeSprache gelehrt hatte und auf den Rath Hcrmann's zu gleichemZwecke nach Köln gekommen war. Nicht minder begünstigte erden Joh. Aesticampianus, den Friesen Andreas Canther, Joh,Matthäus von Frießhcim, Arnold von Wesel, Joh. Murmelliusvon Rurmönde, Johann von Nymwegen, Johann Cäsarius vonJülich, den Lehrer des Canisius und Professor der Philosophie,Servatius und Johannes Aedikolius, Schüler des Hegius, diein Heidelberg den Agrikola gehört hatten, Joh. VolsiuS vonLünen, Rektor bei den Nonnen zum h, Marimin, Arnold Venlo,Georg Sibutus, Professor der Rhetorik, Joh. Greselius, Pro-fessor der Dialektik.
Während nun diese Männer, wenn auch nicht alle zugleich,so doch in kurzer Zeit nach einander, unter der Aegide des Kanz-lers Hermann in Köln dem ganzen Studium, namentlich demsogenannten Studium der schönen Künste einen neuen Aufschwungzu geben und neues Leben einzuhauchen bemüht waren, kam dieEifersucht zwischen den Anhängern dieser Richtung und den An-hängern der alte» Lehrweise zu offenem Streite durch verschiedeneDisputationen, in welche Ncuchlin mit Pfefferkorn, einem ge-tauften Juden, über die Schädlichkeit und Unschädliches derjüdischen Bücher gerietst. Dieser Pferfferkorn, der 1563 mitWeib und acht Kindern aus dem Judenthum ins Christcnthumübergetreten war, nährte in sich den Eifer, wieder gut zu ma-chen Alles, was je die Juden gegen Christus, Moses und die