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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
Entstehung
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Erasmus war es vorzüglich, der in unserer Gegend denneue» Geist verbreitete und als Haupt der neuen Regsamkeit inprofaner wie kirchlicher Wissenschaft dasteht. Diesem hatte amNiederrhcine schon bedeutend vorgearbeitet der Gröninger Ru-dolph Agrikola, von dem Erasmus sagt, daß er war inter grseoas gl'-vmssiinüs, inte,' latinos laiiniskimns, in esrinine Naro1,0», ->!i0>>»», lüxisses. H Spezieller und nachhaltiger für unsreGegend wirkte in seinem Geiste sein Freund und Schüler Alexan-der Hcgius, der die Schule zu Deventer zur Trägerin und Ver-breiterin des neuen Geistes machte. Aus seiner Schule gingenals glänzende Vertreter der neuen Richtung hervor DesidcriusEraSmuS, Hermann vom Busche, Timann Camenerus, JohannMumelliuS, Johann Cäsarius. Wo die Lehrer Begeisterung fürdas klassische Alterthum und Eifer für die Regeneration des gan-zen philologischen Studiums gesucht und gefunden, dahin sandtensie auch ihre Schüler, nach Italien. So erhielt sich eine fort-währende Verbindung zwischen den Koryphäen in Italien undden aufstrebenden Kräften in Deutschland. Diese rühmten sichfast alle der Bekanntschaft und Freundschaft eines Mirandula,Platina, Antonius Sabcllius, Manutius, Politianus, Philelphus,Thcod. Gaza, Donatus, Fizinus, Laurentius Valla u. s. w. JeneHumanisten erhoben sich nun mit aller Energie gegen die schola-stische Richtung der Wissenschaft; die Scholastiker aber bliebe»nicht müßig und setzten sich heftig zur Wehre. Die Köpfe undFedern der Gelehrten geriethen in die heilsamste Aufregung. Ausdem Kampfe gegen das scholastische Formcnwesen, die ausgear-teten Spitzfindigkeiten ihrer Philosophie, und auf der andernSeite gegen allzugroße Freiheit in religiösen Forschungen, gegenfreigeistische und rationalistische Grundsätze konnte eine erfreu-liche Mitte bieten und gutgesinnten Männern den Weg zu all-seitiger Wissenschaftlichkeit, zu gründlicher und glaubensfreudigerTheologie und erweiterter Volksbildung bieten. Aber es mußtenoch eine Zeitlang dauern, bevor es dahin kam; denn auf der

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