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endlich der Weg zur Wissenschaft gänzlich abgesperrt; dann, ab-gesehen daß in ihm durch die Erziehung das Streben und Seh-nen nach Wissenschaft gar nicht geweckt wurde, erblickte er inder Pflege der Wissenschaft an und für sich einmal gar keinSubsistenzmittel für seine Zukunft, und zum Andern war es ihmdurchaus unmöglich, sich die nöthigstcn Hülfsmittel zu wissen-schaftlicher Bildung zu beschaffen. Schon für den Reichern wäreeö keine geringe Aufgabe gewesen, sich mit den nöthigen Hülfs-mittcln der wissenschaftlichen Bildung zu versehen, welche nocham Ende des 15, Jahrhunderts, auch nach der Erfindung derBuchdruckerkunst, nur in Handschriften bestanden. Wie kostspieliges war, sich mit solchen nöthigen Manuseripten zu versehen,läßt sich begreifen, wenn man bedenkt, daß sich Buccatclli vonPalermo genöthiget sah, ein Landgut zu verkaufen, um einenvon Poggio geschriebenen Tit. Livius zu erstehen; daß ein an-derer Gelehrter, Andreolo d'Ochis, in allem Ernste daran dachte,Haus und Weib zu verkaufen, um seine bibliographischen Reich-thümer zu verwahren, und daß Richard de Barp, Kanzler vonEngland unter Eduard III. dem Abte von St. Alban fünfzigPfund Silber gab für dreißig bis vierzig Bände, i)
Es ist also ganz natürlich, daß die Wissenschaften in da-maliger Zeit nur Schutz und Pflege fanden bei einem Stande,der vermöge seines Berufes vorzüglich auf die Nahrung desGeistes, die Wissenschaft angewiesen war, bei dem Clerus, unddaß die Wissenschaften nur mit günstigem Erfolge gepflegt wer-den konnten bei dem religiösen Clerus, bei den Mönchen, welcheentweder durch fromme Geschenke und Vermächtnisse die Mittelbesaßen, sich hinlänglich literarische Hülfsmittel zu verschaffen,oder die mit fleißiger, geschäftiger Hand durch Abschreiben derHandschriften sich selbst diese Mittel schufen. Was in dieser Be-ziehung von dem Clerus und den Klöstern gesagt ist, findet zu-gleich Anwendung auf die gelehrten Schulen und Universitäten,
I) Die Belege flehe bei Audi», Leben Leo's X., Bd. 2 Kap. 3
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