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serkrone und seines Hauses. Seine ganze reorganisirende Ne«form bestand nur in der Aufstellung eineö vom Hofe abhängigenNeichsregimcntes und höchsten Gerichtes und einer Eintheilungdes deutschen Reiches in zehn Kreise. Solche Reform konntewenig zum Wohle des Volkes und zur Beschwichtigung der Gäh-rung beitragen. Diese Maßregeln, diese Lässigkeit von Seitendes höchsten Reichögliedes waren wenig geeignet, die Uuruheniederzuhalten, die verschiedenen Klagen der einzelnen Ständeabzustellen, und namentlich die vielen verderblichen Auswüchseam Kircheukörper abzuschneiden. Es blieb darum die Gefahr,daß die Bewegung und Aufregung zu einem schlimmen Aus»bruche kommen würde. Die Gemüther wurden in keiner Weisebeschwichtigt, und die Unzufriedenen ließen es sich noch vorzüg-lich angelegen sein, allen Maßregeln zur Beruhigung ihren gutenEindruck beim Volke zu benehmen und sie nur in gehässigemLichte erscheinen zu lassen. Anstatt daß die Klagen verstummensollten, wurden sie noch lauter. Am Höchsten stiegen von allenSeiten die Klagen gegen die katholische Geistlichkeit und die rö-mische Hierarchie, welche man sich als Grund alles Unglückesvorzustellen gewohnt war, und wohin schlaue und haßerfüllteBerechnung alle mißvergnügten Empfindungen, allen Haß, alleUnzufriedenheit und alle Leidenschaften hinzuleiten sich so ernstlichhatte angelegen sein lassen. Die verschiedensten Klagen überrömische Herrsch- und Habsucht wurden immer lauter und fan-den den allgemeinsten Anklang. Sogar aus Mitten des Clerusselbst erstanden Viele, die solchen Klagen ihre Stimme liehen.Die Beschwerden über den geistlichen Zehnten wurden häufiger,und die Anuatengelder machte man Miene dem Papste zu ent-ziehen und zum Besten des Reiches zu verwenden. Ueber dasRecht des Papstes, in Deutschland einen Ablaß zu verkünden,kam es zu streitiger Erklärung, und hierin fanden die Unzufrie-dene» wieder neue Nahrung zur Aufreizung.
Bis zum höchsten Punkte war nun die Aufregung gestiegen,und da man ihr keine Wendung zum Guten hatte geben können,