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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Berlin, den 25. Juni 1898.

Eurer Excellenz beehre ich mich im Anschluss an meinen letztenBericht über die pestartige Seuche vom 14. Februar 1898 ganz ge-horsamst weiteren Bericht zu erstatten. Nach Abschluss jenes Be-richts war vom Stabsarzt Zupitza eine zweite Sendung von Pest-material eingetroffen und eine weitere in Aussicht gestellt. Letztereist am 15. d. M. hier angelangt und sofort untersucht. Ich bin nun-mehr im Stande, über das gesammte von Zupitza beschaffte Materialzu berichten.

Es sind 6 Obduktionen von Leichen vorgenommen. Von diesenwaren zwei durch Fäulniss so verändert, dass die Untersuchungkein Ergebniss mehr liefern konnte. Bei einer dieser letzteren lassenaber die Thierversuche, welche positiv ausgefallen sind, noch einenSchluss auf die vorhergegangene Krankheit zu. Ferner wurdenvon zwei Leichen nur die erkrankten Drüsen herausgenommen;^ Ineinem Falle konnte Material von der erkrankten Drüse beim Leben-den gewonnen werden.

Von einfachen Blutuntersuchungen haben zwei zu einem posi-tiven Resultate geführt.

Es stehen also 5 Obduktionen, 3 Drüsenuntersuchungen und2 Blutuntersuchungen zur Verfügung, insgesammt 10 Fälle. Die-selben haben sämmtlich dasVorhandensein von Pestbakterien ergeben.

Bei den vier frischen Obduktionen und in den untersuchtenDrüsen fanden sich die Pestbakterien in Reinkulturen und in ausser-ordentlicher Menge. In den Blutpräparaten dagegen waren sie nurin geringer Zahl vorhanden, aber doch von so charakteristischemAussehen, dass ein Irrthum ausgeschlossen ist.