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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Bombay, den 21. Juni 1897.

Eurer Excellenz beehre ich mich über die Ergebnisse, welchedie Arbeiten der Pestkommission seit meinem letzten vom 26. Maierstatteten Bericht geliefert haben, ganz geliorsamst zu berichten.

Die Kommission hat sich in dieser Zeit hauptsächlich mit denim Vordergrund des Interesses stehenden Fragen der künstlichenImmunität gegen Pest und der Verwendbarkeit des von hoch-immunisirten Thieren gewonnenen Serums zu Schutz- und Heil-zwecken beschäftigt.

Zu den Versuchen hierüber wurden, wie schon früher berichtetist, ausschliesslich Affen benützt, und zwar standen zwei Arten, eingrauer (Semnopithecus entellus) und ein brauner Affe (Macacusradiatus) zur Verfügung. Dabei stellte sich sehr bald die höchstmerkwürdige Thatsache heraus, dass sich diese beiden Affenartender Pestinfektion gegenüber keineswegs gleichartig verhalten. Diegrauen Affen sind ausserordentlich empfänglich, sie werden durchsubkutane Impfungen mit den geringsten Mengen einer Pestkultursicher getödtet, während für die braunen Affen bei derselben Infek-tionsmethode immerhin eine gewisse Quantität des Infektionsstoffeserforderlich ist, um eine tödtliche Pesterkrankung hervorzurufen.Eine volle Platinöse (etwa 2 Milligramm) einer Pestkultur in einemKubikcentimeter Flüssigkeit vertheilt und unter die Haut gespritzt,tödtet einen braunen Affen noch sicher; wenn aber nur 1 / i Oese ein-gespritzt wird, dann stirbt nicht mehr jedes so behandelte Thier,sondern es kommt das eine oder das andere Thier nach schwererKrankheit mit dem Leben davon. Das Experiment bewegt sich alsoin diesem Falle bereits an der Grenze der tödtlichen Dosis. Noch