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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Daressalam, den 12. Februar 1898.

Die in meinem letzten Berichte in Aussicht gestellten Versucheüber die Beziehungen der Rinderzecken zum Texasfieber sind ge-legentlich meiner Exkursion nach dem Usambara-Gebirge zur Aus-führung gekommen und haben ein sehr befriedigendes Resultat er-geben. Dieselben wurden in folgender Weise angestellt.

Es wurden in Daressalam, kurz vor Beginn der Expedition,Rinderzecken von Tliieren entnommen, welche einer mit Texasfieberinücirten Heerde angehörten und scheinbar gesund waren. Die Zeckenwurden in ein Glas gesetzt und unter Watteverschluss aufbewahrt.Ganz in derselben Weise wurde mit Zecken verfahren, welche voneinem texasfieberkranken Kalbe abgenommen waren (das Kalbhatte in seinem Blute die Texasfieber-Parasiten in sehr groser Zahl,aber nur in den Jugendformen; es starb schon am nächsten Tage).

Als ich Daressalam wenige Tage später verliess, hatten dieZecken schon in beiden Gläsern begonnen, ihre Eier abzulegen.Während des Transports hatten sich dann die jungen Zecken ent-wickelt, waren aber, da es beim Marsch durch die Steppe nichtimmer möglich war, sie gegen die Gluth der afrikanischen Sonnehinreichend zu schützen, bei der Ankunft im Gebirge zum grossenTheil wieder abgestorben. Immerhin brachte ich noch Hunderte vonjungen Zecken lebend bis Kwai. Der Transport hatte zwei Wochenin Anspruch genommen.

Sofort nach der Ankunft in Kwai wurden die jungen Zeckenauf gesunde Rinder gesetzt, welche aus dem Innern des Landesstammten und vorher niemals mit Texasfieber in Berührung gekommenwaren. Zwei Rinder erhielten die Zecken von den scheinbar ge-

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