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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Daressalam, den 12. August 1897.

Euer Excellenz beehre ich mich ganz geh. zu berichten, dassich am 12. Juli in Daressalam angekommen bin und am 29. Juliden Erlass vom 30. Juni d. J. erhalten habe, durch welchen mirder Auftrag ertheilt wird, die im Gebiete von Deutsch-Ostafrikaaufgetretene pestartige Krankheit zu untersuchen und bei der Be-kämpfung dieser Krankheit mitzuwirken.

Ueber die pestartige Krankheit, um welche es sich hier han-delt, waren bisher nur ungenügende Nachrichten an die Küste ge-langt. Nach den Mittheilungen von Missionaren und Keisenden solldie Seuche in den Ländern herrschen, welche den Victoria-Nyanzaim Norden und Nordwesten umgeben. Sie zeigt sich hauptsächlichunter den Völkern, deren Hauptnahrung die Bananen bilden undwelche in dichten Bananenhainen wohnen. So erwähnt Stuhlmannin seinem Reisewerke eine von den Eingeborenen Kampuli genannteKrankheit, welche in Uganda vorkommt,im höchsten Grade an-steckend und tödtlicli ist und oft ganze Dörfer dahinrafft; wo sieauftritt, schwellen in kurzer Zeit alle Lymphdrüsen an und ver-eitern unter sehr starken Fiebererscheinungen: vermuthlich eine Artvon Bubonenpest.

Das Kaiserliche Gouvernement in Daressalam erhielt zuersteine Nachricht von dem Vorkommen dieser Krankheit im deutschenSchutzgebiete durch einen Bericht des in Bukoba stationirten Stabs-arztes Zupitza. Derselbe meldete am 6. Juli 1896, dass in Kisiba,einem Gebiet, welches östlich vom Victoria-Nyanza begrenzt undvon dem nördlich gelegenen Uganda nur durch den Kagerafluss ge-trennt ist, öfters eine Seuche auftritt, welche mit heftigem Fieber,