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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Kimberley, den 10. Februar 1897.

Sir!

Ich habe die Ehre, Ihnen einige sehr wichtige Resultate mitzu-theilen, welche die Untersuchungen auf der Station in Kimberleyergeben haben.

In meinem letzten Bericht konnte ich mittheilen, dass das Blut-serum von Rindern, welche die Rinderpest überstanden haben, einedeutlich immunisirende Wirkung hat. Diese Eigenschaft ist indesseneine nur geringe. Es bedarf 100 ccm eines solchen Serums, um einanderes Thier gegen Infektion mit einer kleinen Dosis von Rinder-pestblut zu schützen. Auch ist diese Immunität ihrem Wesen nachnur eine passive und kann nur für eine verliältnissmässig kurze Zeiteinen Schutz gewähren. Für die Schutzimpfung im Grossen ist des-wegen ein derartiges Serum für sich wohl kaum zu gebrauchen.Es ist mir aber gelungen, durch eine Kombination von Serum undvirulentem Rinderpestblut in bestimmten Dosen mehrere Tliiereinnerhalb 14 Tagen so weit zu immunisiren, dass sie eine Injektionvon 20 ccm frischen Rinderpestblutes (die 10000 fach tödtliclie Dosis)ertragen haben, ohne krank zu werden. Ich schliesse daraus, dassdiese Thiere erheblich stärker immunisirt sind. Allem Anscheinnach sind sie sogar aktiv immunisirt. In diesem Falle sind siegenau so immunisirt wie ein Thier, welches die Rinderpest über-standen hat. Besonders wichtig ist es auch, dass für diese Art derImmunisirung höchstens 20 ccm erforderlich sind, so dass mit einemLiter Serum 50 Thiere immunisirt werden können. Meine weiterenUntersuchungen über dieses Verfahren werden dahin gehen, zufinden, ob eine noch kleinere Dosis von Serum anwendbar sein