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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Es sind die Präparate der afrikanischen Pestbakterien nochwiederholt mit den aus Indien mitgebrachten Präparaten verglichen,und dabei nicht die geringste Differenz gefunden.

Auch die Leichenerscheinungen und Krankheitssymptome sindin Kisiba genau dieselben wie sie in Indien von der Pestkommissiongefunden wurden.

Danach kann irgend ein Zweifel darüber, dass es sich bei derpestartigen Krankheit in Kisiba um die echte Bubonenpest handelt,nicht mehr bestehen.

Zupitza hat ferner noch eine dritte Ratte erhalten, welche kurzvorher spontan eingegangen war und bei welcher alle für die Pestcharakteristischen Merkmale, namentlich auch das Vorhandenseinvon zahlreichen Pestbakterien in der stark geschwollenen Milz kon-statirt wurde.

Infektionsversuche wurden angestellt an Ratten, Affen, Hunden,einer Ziege und einem Schafe.

Von den Ratten sind nach Verimpfung von Peststoffen fünfund nach Fütterung eine und zwar sämmtlich an typischer Pestgestorben.

Auch zwei Hundsaffen sind nach der Impfung an Pest ge-storben.

Ferner ist die Impfung bei der Ziege erfolgreich gewesen,während das Schaf und die zwei Hunde nicht erkrankten.

Aus den sonstigen Mittheilungen des Stabsarztes Zupitza möchteich noch Folgendes als besonders wichtig hervorheben:

Nach Auskunft von Missionaren in Buddu (südlichster Theilvon Uganda) existirt die Seuche in Uganda seit undenklichen Zeiten.Während der Regierung des Königs Mtesa hat sie in der Hauptstadtdes Landes gewiithet. Jetzt soll sie dort nur noch vereinzelt Vor-kommen. Sie ist im Laufe der Zeit immer mehr nach dem Südenzu fortgeschritten und herrscht im Lande Buddu seit 3040 Jahren.Von da ist sie wiederholt über den Kagera-Nil hinweg in das LandKisiba eingeschleppt, und zwar zum ersten Male vor 8 Jahren. EinMann aus Kigarama hatte einen Geschäftsfreund in einem 3 Tage-reisen nödlich vom Kagera gelegenen Orte besucht, wo die Rubwungagerade herrschte. Gleich nach seiner Abreise erkrankte der Freundan der Rubwungaseuclie und starb. Bei ihm selbst kam die Krank-