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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Kimberley, 27. Januar 1897.

Sir!

Ich habe die Ehre, Ihnen über den Fortgang der Arbeiten inder Untersuchungsstation über Rinderpest Folgendes zu berichten:

In meinem letzten Bericht war mitgetheilt, dass mit den vonDr. Edington mir übergebenen Kulturen seiner Rinderpestmikrobenzwei Thiere Injektionen erhalten hatten. Diese Tliiere haben imLaufe von drei Wochen nicht die geringste Temperatursteigerungund auch sonst keine Krankheitserscheinungen gezeigt. Hierausmusste geschlossen werden, dass die Edingtonschen Mikroben nichtim Stande gewesen sind, bei diesen beiden Thieren Rinderpest zuerzeugen. Es blieb nur noch übrig, den Beweis dafür zu führen,dass diese Thiere nicht etwa an und für sich unempfänglich fürRinderpest gewesen sind. Zu diesem Zwecke wurden sie nach Ab-lauf der drei Wochen mit Rinderpestblut in der bisher bewährtenWeise inficirt. Am vierten Tage nach der Injektion begann beibeiden Thieren die Temperatur zu steigen in derselben charakte-ristischen Weise, wie es bei allen übrigen bisher mit Blut inficirtenThieren der Fall gewesen ist; die Thiere zeigen auch die übrigenErscheinungen, wie sie im ersten Stadium der Rinderpest auftreten.Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass dieselben in Folge derInjektion an der Rinderpest erkrankt sind. Nach alledem halte ichmich zu dem Schluss berechtigt, dass die Edingtonschen Mikrobennicht die Ursache der Rinderpest sind.

Die Uebertragungsversuche mit Schafen und Ziegen sind bisjetzt bis zur siebenten Generation fortgesetzt. Um zunächst G^iviss-heit darüber zu gewinnen, ob die in dieser Weise hervorgeriffenenErkrankungen auch durch wirkliche Rinderpest bedingt sind, wurde