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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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starker Anschwellung- der Achsel- und Leistendrüsen verläuft undmeistens in kurzer Zeit zum Tode führt. Von den Eingebornen wirddie Krankheit für sehr ansteckend gehalten, da sie beim Ausbruchder Seuche ihre Dörfer, die in Kisiba sämmtlich in Bananenhainenliegen, verlassen und jeden Verkehr unter einander abbrechen.

Zur Zeit des Berichts waren zwei Bananenhaine befallen, undes starben darin täglich 56 Menschen. Im August und Novemberdes vorigen Jahres berichtete Stabsarzt Zupitza dann ferner, dassdie Seuche um sich greife; es seien zwei weitere Bananenhaineergriffen und jenseits des Kagera wüthe die pestartige Krankheitfurchtbar. Zupitza hatte diese Nachrichten durch die Missionare unddurch Eingeborene erhalten; er selbst war leider durch den Dienstauf der Station und durch langwierige Fiebererkrankung verhindert,Untersuchungen über die Krankheit an Ort und Stelle vorzunehnien.Nach zweijährigem Aufenthalt am Victoria-Nyanza kehrte er vorKurzem nach Daressalam zurück, so dass sich die günstige Gelegen-heit bot, von ihm Alles zu erfahren, was er über die Seuche wusste.Danach scheint es sich in der That um eine Krankheit zu handeln,welche in Bezug auf Symptome und Mortalität sich von der Bubonen-pest nicht unterscheidet. Eigenthümlich ist nur, dass die Krankheitschon seit langer Zeit und wiederholt nach Kisiba eingeschleppt istund sich stets auf dieses Gebiet beschränkt hat. Aehnlich verhältsich aber auch die in früheren Berichten erwähnte Mahamari, diepestartige Krankheit in den abgelegenen Dörfern des Himalaya-gebirges. Auch diese haust Jahre und selbst Jahrzehnte hindurchin den Gebirgsdörfern, bis sie sich plötzlich unter Verhältnissen,welche uns noch unbekannt sind, auf weite Gebiete von Nordindienausbreitet. Auch in Mesopotamien kann die Bubonenpest lange Zeithindurch lokalisirt bleiben, bis sie unvermuthet ihre Seuchenzügein die Nachbarländer macht. So könnte auch im Innern von Afrikaein lokalisirter und seit langen Zeiten bestehender Pestherd vor-handen sein, von dem aus in früheren Zeiten die Pest durch denSklavenverkehr nach Egypten und in neuerer Zeit nach Tripolisgeschleppt wurde, wo noch in den Jahren 1856 und 1874 die Pestausbrach, ohne dass eine Einschleppung von Mesopotamien oder an-deren Pestherden her hätte nachgewiesen werden können. Die pest-artige Krankheit in Kisiba würde dann einen der südlichsten Ausläufer