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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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ein scheinbares, da nur solche Fälle zur Serumbehandlung gewähltwurden, welche am ersten oder zweiten Tage ihrer Erkrankungins Hospital gebracht wurden und eine nicht zu schlechte Prognosegestatteten. Nach dem Urtheil der betheiligten Aerzte würden dieso ausgewählten Kranken auch ohne die Serumbehandlung ver-muthlich dieselbe Mortalität gehabt haben.

Die Pestepidemie im Ganzen genommen ist noch in stetigem,wenn auch stellenweise recht langsamen Abnehmen begriffen. NeueAusbrüche sind nicht vorgekommen. In Bombay bewegten sich inder letzten Zeit die täglichen Erkrankungsziffern zwischen 1 und 13.Der Monsun, welcher sich seit etwa 2 Wochen eingestellt hat, istauf den Gang der Epidemie trotz der Wärme und des grossenFeuchtigkeitsgehalts der Luft, welche in der Monsunzeit die Er-haltung der Pestbakterien in der Umgebung des Menschen begün-stigen müssten, ohne Einfluss geblieben.

Auf dem in meinem letzten Berichte erwähnten Ausflug in dieNorth-Western Provinces und speciell in das Gebiet von Ivumaon,wo die räthselhafte, Mahamari genannte pestartige Krankheit vonZeit zu Zeit auftritt, ist es uns zwar nicht gelungen, selbst Fällevon Mahamari zu Gesicht zu bekommen, aber wir konnten dochaus eigener Anschauung die Verhältnisse kennen lernen, unter denensich die Krankheit zeigt. Sehr werthvoll war es, die Ansicht desHerrn Dr. Thomson, Sanitäry Commissioner with the Governmentof the North-West Provinces and Oudh, über die Mahamari kennenzu lernen. Er ist zur Zeit wohl der einzige Arzt, welcher selbstsowohl die Beulenpest, als auch die Mahamari gesehen hat. Der-selbe sprach sich mir gegenüber dahin aus, dass er keinen Unter-schied in den Symptomen beider Krankheiten finden könne, unddass er sie für identisch halte. Auch das epidemiologische Ver-halten der Mahamari, die hohe Mortalität, das seuchenartige Er-kranken und Massensterben in den befallenen Ortschaften sprechensämmtlich dafür, dass Mahamari echte Beulenpest ist. Darüber obdiese Annahme zutreffend ist, wird hoffentlich der nächste Ausbruchder Krankheit Auskunft geben, welcher, wie ich nicht zweifele, zugründlichen bakteriologischen Untersuchungen Veranlassung gebenwird. Nur diese können die endgültige Antwort auf die Maliamari-frage liefern.