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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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war die Erkrankung schon sehr schwer. Wurde das Serum erstnach 48 Stunden gegeben, so trat der Tod in derselben Zeit ein,wie bei dem Kontrolthier. Die zweite Versuchsreihe, in welcher dieThiere stärker inficirt wurden (mit y 3 Oese Pestkultur), lieferte einganz ähnliches Resultat. Das Serum konnte in diesem Palle zwarden Ausbruch der Krankeit nicht zurüekhalten, aber es bewirkte,selbst wenn es erst 12 Stunden nach geschehener Infektion gegebenwurde, dass die Thiere nach schwerer Erkrankung mit dem Lebendavonkamen. Wurde es später gegeben, dann stand ein tödtlicherAusgang der Krankheit zu erwarten. Bei einem Thier, welchemerst 48 Stunden nach der Infektion 10 ccm Pestserum injicirt wordenwaren, wurde die Serumbehandlung fortgesetzt, es erhielt an denfolgenden Tagen noch drei ebenso grosse Dosen Serum und wurdedadurch bis zum 10. Tage, an welchem es seiner Krankheit erlag,hingehalten, während das Kontrolltliier bereits am 3. Tage ge-storben Ava,r.

Ich habe diese Versuche absichtlich etwas ausführlicher wieder-gegeben, weil sie erkennen lassen, dass das von uns zu diesen Ver-suchen benutzte Serum unzweifelhafte kurative Eigenschaften besitzt.Zunächst gilt dies selbstverständlich nur in Bezug auf die Thiere,an Avelchen die Versuche angestellt sind. Ob ähnliche Wirkungenauch beim Menschen zu erzielen sind, kann, wie unsere Beobach-tungen an den empfindlicheren grauen Affen lehren, nicht ohneWeiteres geschlossen Averden, sondern muss durch Beobachtungenan Pestkranken ermittelt Averden. Es ist mir nicht bekannt geworden,ob solche Heilversuche mit dem neuen starken Serum bereits ingrösserem Umfange angestellt sind. Die früheren Nachrichten überVerwendung von Pestserum zu Heilzwecken beziehen sich auf dieälteren schwächeren Serumsorten und lauten nicht gerade ermuthigend,so dass Dr. Yersin, wie die Semaine medicale No, 23 mittheilt, sichselbst dahin geäussert hatte, dass das aus Paris erhaltene Serumunwirksam sei. Uebereinstimmend hiermit sind auch die eigenenBeobachtungen der Kommission, welche sie im Parel-Hospital anKranken anstellen konnte, In diesem Krankenhause waren 24 Pest-kranke mit Pestserum injicirt, und von diesen starben nur 13; einsehr niedriges Mortalitätsverliältniss, welches für die Serumbehand-lung sprechen könnte. Dieses günstige Resultat ist indessen nur