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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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regeln, auch zur Bekämpfung der Pest ausreichend sein. Da aberdie Schutzimpfung d. h. die künstliche Immunisirung gegen Pestfür die oben angeführten besonderen Fälle nützlich sein und des-wegen einen gewissen Platz unter den Pestmassregeln beanspruchenkann, so muss es unsere Aufgabe sein, dieselbe so wirksam alsmöglich zu gestalten. Nach den bisher über die künstliche Pest-immunisirung gemachten Erfahrungen gelten für die Pestbakteriendieselben Gesetze, wie sie früher für die Cholerabakterien undTyphusbacillen nachgewiesen sind, d. h. die immunisirenden Stoffebefinden sich in den Körpern der Bakterien und gehen nur sehrwenig in die Kulturflüssigkeit über; sie sind auch am wirksamstenin den frischen Kulturen und verändern sich uni so mehr, je älterdie Kulturen werden. Daraus folgt, dass die stärkste immunisirendeWirkung zu erwarten ist, wenn junge Kulturen, welche möglichstviele Bakterien enthalten, verwendet werden. Selbstverständlichmüssen die Kulturen vor der Injektion abgetödtet werden, aber esmuss dies in solcher Weise geschehen, dass die immunisirendenStoffe dadurch möglichst wenig geschädigt werden. Die besten Be-dingungen für die künstliche Pestimmunisirung lassen sich nur mitHülfe des Thierexperiments feststellen. Da sich nun Affen als be-sonders geeignet für diese Immunisirungsversuche erwiesen habenund da sie hier billig und in beliebiger Anzahl zu haben sind, sowerden alle die vorher angedeuteten Fragen experimentell zu lösenversucht. Es sind bereits eine Anzahl von Affen nach den verschie-densten Methoden vorbehandelt und sollen nach Ablauf einer ent-sprechenden Zeit auf ihre Immunität geprüft werden.

Von sonstigen experimentellen Arbeiten der Kommission möchteich hier noch einige Versuche an Ratten erwähnen, welche in Bezugauf die früher erwähnte Rattenpest von Interesse sind. Die Ratteist von allen Versuchstbieren, welche auf ihre Empfänglichkeit fürdie Bubonenpest geprüft wurden, das bei Weitem empfindlichste.Einfache Impfungen mit den geringsten Mengen einer Kultur genügen,um bei Ratten eine in wenigen Tagen tödtliche Pest, und zwar ohneAusnahme zu erzeugen. Aber die Empfänglichkeit dieser Thieregeht noch weiter; es ist gar nicht nothwendig, ihnen eine Verletzungbeizubringen, um sie zu inficiren; sie können sogar von den unver-letzten Schleimhäuten und von den Verdauungswegen aus tödtlich