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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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wohnlichen Zeit an Rinderpest erkrankt. Das mit Phenolblut in-jicirte Thier ist dagegen gesund geblieben; es ist nicht unmöglich,dass bei diesem Thier die erste Injektion einen schützenden Einflussgehabt hat. Ich habe deshalb diesen Versuch an mehreren Thierenwiederholt und hoffe, schon bald über den Ausgang berichten zukönnen. Da eine hinreichende Verdünnung von Blut mit destillir-tem Wasser die rotlien und weissen Blutkörperchen zerstört undmöglicherweise einen schädigenden Einfluss auf das Rinderpestvirusausüben konnte, so wurde Rinderpestblut 20fach mit destillirtemWasser verdünnt injicirt. Dieses Thier ist allerdings etwas späterals gewöhnlich aber ebenso schwer als die übrigen Thiere erkranktund an Rinderpest gestorben.

Um zu sehen, wie weit man überhaupt die Verdünnung desRinderpestblutes treiben kann, ohne seine Wirksamkeit zu beein-trächtigen, wurden dann weiter folgende Versuche gemacht. Eswurde frisches Rinderpestblut mit der sogenannten physiologischenKochsalzlösung (0,6 pCt.) verdünnt und davon ein Kubikcentimeterinjicirt. Das so inflcirte Thier erhielt also nur y 50 KubikcentimeterBlut. Auch dieses Thier erkrankte trotz der so geringen Menge desInfektionsstoffes in derselben Zeit und unter denselben schweren Er-scheinungen, wie diejenigen Thiere, welche bei dem gewöhnlichenInfektionsverfahren 10 Kubikcentimeter, also die 5000fache Mengean Infektionsstoff erhalten hatten.

Ein sehr bemerkenswerthes Experiment ist noch folgendes:

10 Kubikcentimeter Blut, also die gewöhnliche Dosis, wurdebei massiger Temperatur (31 0 C.) getrocknet, vier Tage aufbewahrt,dann mit einer entsprechenden Menge Wasser wieder aufgelöst undeinem Rinde injicirt. Dies Thier blieb völlig gesund, woraus her-vorgeht, dass das Rinderpestvirus das Trocknen selbst für kurzeZeit nicht zu überstehen vermag. Es ist dies ein für die Praxisausserordentlich wichtiges Faktum, und es soll deswegen in derFolge versucht werden, ob auch andere Träger des Infektionsstoffes,nämlich die Haut und der Dünger von Rinderpestthieren sich ebensoverhalten wie das Blut und ebenfalls durch Trocknen unschädlichgemacht werden. Das getrocknete Blut hatte das damit injicirteThier nicht mehr krank gemacht, aber es hat dasselbe auch nichtvor späterer Erkrankung geschützt, denn in Folge einer weiteren