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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Injektion mit frischem Blut, ist es in der gewöhnlichen Weise anBinderpest erkrankt.

Von den bisher mit Rinderpest inficirten Thieren haben vier dieKrankheit ilberstanden, und ich hatte in meinem letzten Bericht be-reits erwähnt, dass das Blut derselben zu ImmunisirungsversuehenVerwendung finden sollte. Ehe ich hierzu überging, glaubte ichmich doch davon überzeugen zu müssen, dass diese Thiere auchwirklich völlig immun gegen die Rinderpest seien. Es wurden des-wegen zu gleicher Zeit ein frisches und zwei von Rinderpest ge-nesene Thiere in ganz gleicher Weise mit Rinderpestblut injicirt.Der Erfolg dieses Versuches war der, dass das frische Thier anRinderpest erkrankte und starb, die beiden anderen aber nichtdie geringste Krankheitserscheinung, auch nicht einmal eine Spurvon Temperatursteigerung zeigten. Nachdem somit die vollkommeneImmunität dieser Thiere festgestellt war, wurde dem kräftigsten der-selben eine grössere Menge Blut entzogen und daraus Serum ge-wonnen. Von diesem Serum erhielt ein frisches Thier 100 Kubik-centimeter unter die Haut gespritzt und am nächsten Tage */ 5 Kubilc-centimeter Rinderpestblut. Dieses Thier ist bis zum sechsten Tagegesund geblieben und hat dann eine grössere Dosis von frischem Rin-derpestblut, nämlich einen Ivubikcentimeter erhalten 1 ). Ein zweitesThier erhielt nicht zuerst Serum und dann Rinderpestblut, sondernsofort eine Mischung von beiden, welche zuvor eine Nacht im Eis-schrank gewesen war. Da dieses letzte Thier gleichfalls bis zumsechsten Tage gesund blieb, erhielt es am siebenten Tage ebenfallseine grössere Menge Rinderpestblut injicirt. Beide Thiere sind auchnach dieser zweiten Injektion bis jetzt gesund geblieben. Ein drittesThier ist direkt mit dem Blut des immunen Thieres inficirt wordenund hat nach 11 Tagen l / 5 Kubikcentimeter Rinderpestblut injicirterhalten.

Die Versuche ergaben, dass Serum solcher immunen Rindereine gewisse Schutzkraft besitzt. Wie weit dieselbe geht, und obsie sich für die Praxis verwerthen lässt, wird sich erst durch weitereExperimente feststellen lassen.

J ) Anmerkung. Dieser Versuch bildet den Ausgangspunkt für die spätereTmmunisirung mit Hülfe der Kombination von Serum und virulentem Blut. K.