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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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prüfen. Es dürfte sich empfehlen, zu diesen Versuchen auch Kameeleheranzuzielien, um über die Immunität derselben gegen .Rinderpesteine endgültige Gewissheit zu erlangen.

Endlich soll auch nach einer anderen Richtung hin versuchtwerden, ob durch chemische oder physikalische Einflüsse das Rinder-pestblut zur Schutzimpfung verwerthbar gemacht, d. h. in einenVaccin verwandelt werden kann.

Eine Gelegenheit, die gegen die Rinderpest in Südafrika ange-wendeten Heilmittel und Schutzimpfungen in eingehender Weise zuprüfen, hat sich bis jetzt nicht geboten, doch sollen die mit Gallebehandelten Thiere später mit virulentem Material nachgeimpftwerden, um zu sehen, ob die Rinderpestgalle nicht irgendwelcheschützenden Eigenschaften hat.

Gelegentlich der Besuche auf den durch Rinderpest verseuchtenFarmen im Freistaat stellte sich heraus, dass alle Thiere daselbstam Halse mit Knoblauch geimpft waren. Irgend einen Nutzenhat diese Schutzimpfung augenscheinlich nicht gehabt. Auf einerFarm war ein Gemisch von Karbolsäure und Petroleum den Thierenprophylaktisch eingegeben worden. Auch dieses Mittel hat nichtdas Geringste genutzt.

Dagegen muss Jeder, der Gelegenheit hat, die Rinderpestver-hältnisse an der Grenze des Freistaats in der Gegend von Kimberleykennen zu lernen, sich davon überzeugen, dass die bisher durch-geführte bedingte Grenzsperre ihren Zweck vollständig er-füllt hat. Auf der einen Seite der Grenze sind schon seit Wochenmehrere Farmen von der Rinderpest stark heimgesucht, während dasdiesseitige Grenzgebiet noch vollständig von der Krankheit frei ist.

Mit Bezug auf den von Dr. Edington gefundenen Rinderpest-mikroben habe ich Folgendes zu berichten: Herr Dr. Edington hatmir am 28. December 1896 eine in Fleischbrühe gewachsene Kulturüberbracht und in meiner Gegenwart in zwei andere Röhrchenmit Fleischbrühe überimpft. Nachdem ich mich überzeugt hatte,dass die Kultur in diesen letzteren rein und kräftig gewachsenwar, habe ich am 31. December von beiden Kulturen unter sorg-fältigem Ausschluss der Möglichkeit spontaner Erkrankung je einemgesunden Rinde eine Injektion gemacht. Ueber den Erfolg derselbenwerde ich später berichten.