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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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Kulturen in dem Rinderpestblut einen specifischen Mikroorganismusaufzufinden, sind bisher vergeblich gewesen. Ebensowenig ist esgelungen, unter dem Bakteriengemisch, welches sich im Nasen-schleim, im Sekret anderer Schleimhäute und im Inhalt des Darmesfindet, irgend einen specifischen Organismus zu finden. Die daraufhinzielenden Untersuchungen werden selbstverständlich noch fort-gesetzt, aber der grösste Nachdruck muss vorläufig darauf gelegtwerden, irgend ein Verfahren zu finden, mit Hilfe dessen der An-steckungsstoff der Rinderpest soweit abgeschwäeht wird, dass er sichzur Schutzimpfung verwenden lässt. Zu diesem Zwecke sind Ueber-tragungsversuclie auf andere für Rinderpest weniger empfänglicheThiere, in erster Linie auf Schafe und Ziegen, gemacht worden. Sowurden am 14. December von einem an Rinderpest kranken Thierein Kapscliaf, ein Merinoschaf, eine Kapziege, eine Angoraziege mitRinderpestblut inficirt. Diese Thiere litten in der Folge nicht anauffallenden Krankheitserscheinungen, aber sie bekamen sämmtliclinach einer Inkubationsdauer von zwei bis drei Tagen eine derRinderpestkurve analoge Temperatursteigerung. Ein zweiter, am14. December ebenfalls mit einem Kapschaf, einem Merinoschaf, einerKapziege und einer Angoraziege angestellter Versuch verlief in der-selben Weise. Nachdem somit festgestellt war, dass bei diesen Thierendurch Injektion mit Rinderpestblut eine Art abgeschwächter Rinder-pesterkrankung hervorgerufen werden kann, wurden am 24. Decem-ber von den genannten Thieren in zweiter Generation wiederumzwei Kap- und zwei Merinoschafe, zwei Kap- und zwei Angoraziegeninficirt. Auch bei diesen Thieren zeigte die (beginnende) Tempe-ratursteigerung, dass es möglich ist, diese abgeschwächte Rinder-pest innerhalb von Schafen und Ziegen weiter zu übertragen.Nach einer oder zwei weiteren Generationen soll die Rücküber-tragung des auf diese Weise in abgeschwächtem Zustande erhaltenenRinderpestkontagiums auf frische Rinder versucht werden.

Aehnliehe Versuchsreihen sind mit anderen Thieren, Antilopen,Schweinen, Eseln, Maulthieren, Hunden u. s. w. im Gange, bezw.sollen mit solchen ausgeführt werden. Ich habe ferner die Absicht,möglichst viele Thiere, welche in diesem Lande in Verdacht stehen,an Rinderpest erkranken oder die Weiter Verbreitung der Rinder-pest bewerkstelligen zu können, auf ihre Empfänglichkeit zu