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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
Seite
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ficirt waren, nur eins. Dasselbe ist cler Ausgangspunkt für eineReihe von fortlaufenden Infektionsversuchen geworden. Bei einerzweiten Versuchsreihe mit Material aus Tafel-Kopp erkrankte vom3 mit frischem Nasenschleim inficirten Thieren wiederum nur eins.Es schien mir daher nach den in früheren Epidemien gemachtenVersuchen die subkutane Injektion von Blut ein in jeder Beziehungbesserer Infektionsmodus zu sein. Denn wenn das Blut in einemfrüheren Stadium der Binderpest entnommen wird, enthält es nochkeine septischen Stoffe, dagegen den Ansteckungsstoff der Rinder-pest. Diese Voraussetzung hat sich bisher als vollkommen berechtigterwiesen. Es sind bisher 5 Thiere durch Injektion von defibrinirtemRinderpestblut inficirt worden und ohne Ausnahme nach einem In-kubationsstadium von 3 bis 5 Tagen erkrankt. Vier von diesenThieren sind bereits gestorben. Dieselben zeigten bei der Obduktionalle Kennzeichen der Rinderpest; eines ist nach schwerer Krankheitgenesen und soll zu weiteren Versuchen über Immunisirung dienen.

Ich beabsichtige, durch fortlaufende derartige Blutinjektionenvon einem Thiere zum anderen eine Infektionsreihe zu erhalten,welche mir beständig frisches Untersuchungsmaterial liefert, und zwarsollen zwei solche Reihen, die eine von dem Material aus Taungs,die andere von dem aus Tafel-Kopp abstammend, fortgeführt wer-den. Es soll hierzu immer nur ein Thier in jeder der beiden Reiheninficirt werden, um die Versuche nicht zu kostspielig zu machen.Eine andere Versuchsreihe wurde mit der subkutanen Injektion vonGalle an Rinderpest gestorbener Thiere ausgeführt. Die Veranlas-sung hierzu gab einmal die Verwendung von Galle in einem Ge-misch mit Blut und anderen Flüssigkeiten zur Schutzimpfung, wiesie im Oranje-Freistaat mehrfach ausgeführt sein soll, dann aber auchder Umstand, dass ich in der Galle der meisten der bisher unter-suchten Fälle eine Bakterienart in Reinkultur fand, welche der Be-schreibung nach mit den von Dr. Simpson in Kalkutta gefundenen undfür die Mikroben der Rinderpest erklärten Bakterien übereinstimmte.

Alle Infektionsversuche mit Galle sind jedoch negativ ausge-fallen. Man ist daher zu der Annahme berechtigt, dass die Galledas Rinderpestkontagium nicht enthält, und dass die Simpson-schen Bakterien nicht als die Rinderpestmikroben angesehen werdenkönnen. Alle Bemühungen, theils mit dem Mikroskop, theils durch