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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Meine zweite Fahrt unternahm ich am 29. December mit Dr.Kohlstock und ODonnoghue. Zuerst besuchte ich die nahe an dem Ab-sperrungsgitter auf dem Gebiet des Freistaates gelegene Farm Roy-Fontein, deren Besitzer nach seiner Angabe seit dem Krankheits-ausbruch am 13. December von 60 Rindern 39 verloren hatte. Einin der Nacht eingegangenes Rind liess ich obduciren. Die Obduktionergab die charakteristischen Erscheinungen der Rinderpest. Unterden noch lebenden Tliieren waren Fälle in den verschiedenstenKrankheitsstadien vertreten. Dasselbe war auf einer entfernter ge-legenen Farm Olifants-Damm der Fall. Hier war die Rinderpestangeblich am 12. December ausgebrochen und hatte bisher von einemBestände von 140 Iiaupt 40 Thiere dahingerafft. Ich fand vier inden letzten 12 Stunden eingegangene und zehn kranke Thiere. Daszuletzt gefallene Rind liess ich obduciren und fand die ausge-prägten Erscheinungen der Krankheit. Von dem obducirten Thierewurde nur Blut zur Untersuchung mitgenommen. Beide Besuchs-fahrten gaben mir neben der speeiellen wissenschaftlichen Ausbeuteein interessantes Bild von dem Wesen, der Art der Ausbreitung unddem Verlaufe der Rinderpest. Auf der letzten Fahrt war mir derChef der Grenzpolizei im hiesigen Distrikt, Mr. Fenn, ein liebens-würdiger Begleiter wie auch Helfer bei den Obduktionen, was ichnicht unterlassen möchte, dankbar anzuerkennen.

Die bisherigen Versuche, betreffend die Uebertragung der Rin-derpest auf Versuchstliiere, sind zumeist darauf ausgegangen, einenzuverlässig wirkenden Infektionsmodus zu finden. Als einensolchen kann man die früher geübten Arten der Infektion nicht an-sehen, welche darin bestanden, den Versuchsthieren Exkrete anRinderpest erkrankter Thiere wie Nasenschleim, Thränenflüssigkeit,Darmausleerungen in die Nase zu bringen oder mit Hülfe einesHaarseiles in das subkutane Gewebe einzuführen. Bei diesem Ver-fahren war der Erfolg entweder an und für sich nicht sicher, oderes war die experimentelle Krankheit durch Einführung von septi-schen Stoffen von vornherein mit Sepsis komplicirt; das hat sichauch in den von mir angestellten Versuchen bestätigt. Wie bereitsin meinem ersten Bericht erwähnt, wurden Anfangs die Infektions-stoffe nur auf die Nasen- und Maulschleimhaut gebracht. Dabeierkrankte von den 8 Tliieren, welche mit Material von Taungs in-