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geschlossenen, mit Doppeldach, Fenstern und Veranda versehenenStällen. Es soll in Zukunft so gehandhabt werden, dass die Thiere,welche die Rinderpest überstanden haben, ebenso wie die noch nichtin Versuch genommenen Thiere getrennt von einander ausserhalbdes Hofes untergebracht werden und die in Versuch genommenenin die offenen Boxes kommen. Sobald bei den letzteren durch Tem-peratursteigerung der Krankheitsbeginn angezeigt ist, werden die-selben in die Ställe gebracht. In diesen kann ein Verwehen oderVerschleppen des Düngers oder beschmutzten Futters nicht statt-finden. Ich hoffe, auf diese Weise Spontaninfektionen vermeidenzu können. Die einzige bis jetzt vorgekommene Spontaninfektionbetrifft ein Thier, welches neben dem zuerst erkrankten und anDurchfall leidenden Thiere, beide im offenen Raume, gestanden hatund zwar zu einer Zeit, als die Stände noch nicht durch Scheide-wände von einander abgeschlossen waren.
Die Pflege und Wartung aller Versuchsthiere geschieht unterAufsicht der in Vict. Comp, wohnenden Herren Henning, O’Donnoghueund Philipps durch das zum Theil recht gut eingearbeitete Personalin zweckmässiger und Uebertragung von Infektion nach Möglichkeitvermeidender Weise. Alle, die mit kranken Thieren in Berührunggekommen sind, desinficiren sich sofort vorschriftsmässig. Auch dieTemperaturabnahmen werden so gehandhabt, dass ein Uebertragenvon Infektionsstoff durch dieselben als ausgeschlossen angesehenwerden muss.
Zu weiteren Beobachtungen über Rinderpesterkrankungen inder Nähe Kimberleys bot sich dank der Vermittelung Hutcheon’szweimal ausgiebige Gelegenheit. So besuchte ich mit meinen beidenAssistenten am 22. December die ungefähr % Stunden von dem Free-town-Gate im Oranje-Freistaat belegene Farm Tafel-Kopp. Ich fandhier 23 Thiere in den verschiedenen Stadien der Rinderpest vor,zwei dem Tode nahe Rinder liess ich mit Erlaubniss der Besitzerintödten und nebst einem inzwischen verendeten Thier durch Dr. Hen-ning obduciren. Bei der Obduktion erwiesen sich zwei Fälle alsältere, einer als eine frische typische Rinderpesterkrankung. Vonden lebenden Thieren wurde Nasenschleim, von den getödtetenThieren Galle, Blut und Präparate zu mikroskopischer Untersuchungbezw. zur Infektion entnommen.