blätter. Durch einen Ausgang gelangt man auf den ungefähr80 Meter langen, 60 Meter breiten Hof. Die nördliche und westlicheHofwand werden von Ställen mit Veranden eingenommen, die Räumean der Ost- und Südwand sind durch Ueberdachung zu offenen, durchfast mannshohe Scheidewände von einander abgeschlossenen Boxeseingerichtet. Am östlichen Ende der Nord wand, sowie am westlichenEnde der Südwand befindet sich je ein verscliliessbares Thor. Durchdas letztere wird das für die wissenschaftlichen Versuche bestimmteVieh eingebracht. Diese Rinder stehen 300 Meter vom Gehöft ent-fernt in eingefriedigtem Raume (Kraal). Das übrige Vieh ist bisherdirekt vom Ankaufsplatz in den Hof gebracht worden. Durch dasNordthor wurden Abfallstoffe und Kadaver der eingegangenen Thierein der weiter unten beschriebenen Weise fortgeschafft. In der Mittedes Hofes steht ein Pfosten, an dem Blutentziehungen und Injek-tionen unter Beobachtung aller Desinfektionsvorkehrungen an Rin-dern vorgenommen werden. Die gesammte Wasserversorgung fürHaus und Hof geschieht aus der Wasserleitung. Von kleinen Versuchs-thieren sind Schafe und Ziegen unter den Veranden vor den Ställen,zwei Hunde unter der Veranda am Hause an Pfosten angekoppelt.Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Schweine sind in Käfigen theilsin den Stallveranden, theils in den offenen Boxes untergebracht.In den letzteren steht ein Maulthier, welches als Zugthier für dieWagen dient, auf welchen der Dung und die Kadaver der ein-gegangenen Thiere fortgeschafft werden. Die Wagen laufen aufeinem Geleise, welches an allen Viehställen und Ständen vorbei-führt und durch das nach Norden zu gelegene Thor zu einer500 Meter vom Compound belegenen Anhöhe geht. Auf dieserist eine 8 Meter tiefe Grube für Kadaver und Abfälle der an Rin-derpest eingegangenen Thiere gegraben. Vor der Grube ist eineoffene Zeltbaracke für Obduktionen errichtet. Dieselbe dient zurUnterbringung der dazu nothwendigen Instrumente und Apparate.Die Obduktionen selber werden unter freiem Himmel zwischen Grubeund Zeltbaracke vorgenommen, um möglichst viel Belichtung beiBetrachtung der freigelegten Organe zu haben. Alle in die Grubegeworfenen Kadaver werden zuerst mit einer Schicht von gebranntemKalk und dann mit Erde bedeckt.
Die Versuchsrinder stehen theils in offenen Boxes, theils in