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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
327
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Felsen noch Schranken; nur duckt er sich manchmal, wenn er seinenGegner gewahrt, um ihm aufzupassen. Er hat eine Schlangennatur;List ist seine Macht. Noch in dem Augenblicke, in welchem er vorGott erscheinen soll, sinnt er auf List. Sein Act derAufrichtigkeit,"welchen er dem Notar Chenelat dictirte, seineTaubenseufzer" vorBeza, sind tiefe Züge seines Charakters. Vielleicht glaubte er Gottzu täuschen, wie er seine Mitbürger getäuscht hatte. Es gibt in derGeschichte der Reformation keinen gewandteren Comödianten; seinengrößten Triumph feierte er in der Rolle, welche er bei dem Prozessedes Servetus spielte. Gibbon sagte:ich habe an der einzigen Hin-richtung des Servetus ein größeres Aergerniß genommen, als an allenHekatomben Spaniens und Portugals." Wenn er hätte vollkommengerecht sein wollen, hätte er hinzufügen müssen, daß die venetianischeInquisition die Sanftmuth nicht so gut gespielt habe, wie Calvin.

Calvin verglich den Sünder einem Feinde, und das Wort Got-tes einem Schwerte, welches den Schuldigen treffen soll, ohne ihmZeit zu lassen, den Schlag zu ahnen, oder ihm auszuweichen.Seine Stimme war schwach und abgebrochen, sie kam nur mit Beschwer-den aus der Brust hervor, welche von einem erblichen Asthma gedrücktwar; man erhielt aber, wenn man aus der Predigt ging, seine Rebeganz vollkommen in den Heften, in welche sie von einem Schreibergesammelt war, der unter der Kanzel des Redners Platz genommenhatte, und von diesem Nachschreiben lebte. Der Zuhörer hatte auch

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2) I.ettno s 8ommor8ot.

3) Vir guicksm erst Oonovao gui in Lslviiii eoiieiouidux 8cril)oncki8victum 8ik>i compsnnlist. ^8tkmatieu8 erst et lenle loguolistun, icteo-(,ue ksoilo erst 8crit>ere, guse pronnncisdst. Älulto mugi8 midi pls-rent l?,slvini eommentarii gusin es»8 eoneione8 gus8 iiuiMiam 8cri,,-8it. 8csligerisns 8oouirckn. Die geschriebenes Reden Calviiks, zweitausenddrei und zwanzig an der Zahl, bilden vier »nd vierzig Foliobande, welche inder Genfer Bibiivthcke anfbcwahrt werden. 8e»ekier, In8t. litt. t. k. et II.

256 258. estslogne rsi8onne, ,,. 312 311. Diese Reden um-fafscn einen Zeitraum von nur eils Jahre», 1540.1560. Diejenigen, welcheer im Jahre 1536 hielt, wahrer,v seines ersten Aufenthaltes in Genf, in derfranzösischen Kirche zu Straßburg, und in Frankfurt, sind vielleicht zahlreicher.Dionisins Ragnenier, welcher sie in der Kirche nachschricb, hat die evangelischenUnterredungen gesammeit; Johann Bndäns und Karl de Joinvillers, die Vor-lesungen über Theologie. Nicolaus des Gallars, Franz Bourgoing und JohannCousin, haben einige seiner Predigten sienographirt. Andreas Spisame hatdie Reden über den Brief an die Galater abgeschrieben, (8o»ol,. cat. 311.)welche seitdem im Drucke herauskamen, und jene über den Brief an die Römer,welche im Manusmpte ausbewahrt wurden, und sich jetzt auf der Bibliothek in