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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
228
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XIV. Kapitel

Theodor von Neza. 1348 138A.

Seine Kindheit. Seine Gedichte. Er fürchtet sich rer dem Parlament undverläßt Frankreich. Er kommt in Genf an und wild von Calvin ausgenom-men. Opposition einiger Prediger. Beza sucht sich zu rechtfertigen.Würdigung seiner Apologie. Ansicht der Lutheraner. Disput mit Bau-douin. Er vcrtheidigt die Ansicht, daß man Ketzer mit dem Tode bestra-fen soll.

Beza suchte die an Servet vollzogene Todesstrafe zu rechtfertigen:weniger als Rechtsgelehrter, denn als Theologe. Man veröffentlichtedie Ansicht, die Ketzerei dürfe nicht von weltlichen Gerichten gerichtetwerden: Beza beweist, daß das Schwert der Obrigkeit zwei Schneidenhabe, deren sie sich bedienen müsse, um jedes Haupt abzuschlagen, dassich gegen die Gesellschaft auflehne.

Halten wir nun einen Augenblick inne, um den einzigen geistrei-chen Schriftsteller kennen zu lernen, auf den die Genfer Reformationstolz sein konnte.

Sehen wir mit welchen Worten Beza uns seine Jugendjahreschildert.

Da ich mich, wie kleine Kinder thun, mit einigen Lakaien unterhielt,ohne auf die ansteckende Krankheit zu achten, die damals in Parisherrschte: wie unglücklich wurde ich da! Ich bekam die Räude, einebeschwerliche und hartnäckige Krankheit, die unheilbar war, weildie Unwissenheit der Aerzte, obwohl ich mich in der so berühmtenStadt Paris befand, so groß war, daß sie mich nur mit gewaltsamenund schmerzlichen Mitteln heilen konnten. Ich erschrecke, wenn ich andie Qualen denke, welche ich in jener Zeit aushielt, an die Beschwer-den, die mein Onkel erduldete, indem er nichts unversucht ließ, ummich zu heilen, obwohl Alles vergebens war. Ich will nun diebesondere Wohlthat erzählen, die mir Gott erwies. Der Chirurg,welcher es unternommen hatte, mich zu heilen, war gewohnt, in die