Die reformirte Lehre vom Abendmahle.
Luther, b) Westphal.
g) Luther.
Erneuerung des Streites über die Einsetzung des Abendmahls. — Zürch und Wittem-
berg. _ Calvin sucht die beiden Kirchen vergebens zu versöhnen. — Luther's
Bescheid. — Ausflucht in der Aeußerung Calvin's über den sächsischen Mönch.—Luther, der Perikles der Reformation und Diener Christi. — Der Buchhändler-Moritz Goltz. — Die protestantischen und reformirten Kirchen haben nie eineübereinstimmende Symbolik zu Stande bringen können. —
Beim Tode Zwingli's theilte sich die Zürcher Kirche in verschiedeneSeelen: die Significatisten, die Tropisten, die Energisten, die Arha-bonarier, die Adessenarier, die Metamorphisten, die Jscariotisten unddie Neantristen.
Wenn sich der Streit einen Augenblick gelegt hatte, erhob er sichbei der geringsten Veranlassung aufs Neue. Melanchthon suchte seinenMeister vergebens zu beschwichtigen. Luther erklärte, solange er einenTropfen Blut in den Adern habe, und Tinte genug in seinem Tinten-fasse, um die Feder einzutauchen, werde er gegen die Sacramentirerstreiten. Im Jahre 1543 schrieb er an Froschauer, dass die sächsischeKirche nicht im Frieden leben könne mit der ketzerischen Kirche vonZürch. In seinen Anmerkungen zur Genesis, die er im folgendenJahre veröffentlichte, übernahm er das Amt des ewigen Richters, undverdammte Zwingli, Oekolampadius und ihre Anhänger zu ewigenFlammen. Zürch blieb indessen der Lehre seines Apostels treu, denes wie einen Märtyrer verehrte. Bullinger veröffentlichte zu Ehren desAndenkens an den Kämpfer von Chappel das Werk, welches man denGesang des Schwanen nannte. „^kristisngo jickei expositio sck
1) Lullingor, List. ccc>>, kol. 2Z2.